Inhaltsbereich

Baukultur

Stadtbaukultur

StadtBauKultur NRW

Die Landesinitiative StadtBauKultur NRW setzt sich seit 2001für die bauliche und städtebauliche Qualität im Land ein – sie ist eine Plattform für zukunftsorientiertes Planen und Bauen. Die Initiative fördert mit zahlreichen Einzelprojekten, Themenangeboten und Veranstaltungsreihen den Diskurs um Stadtentwicklung und Architektur. StadtBauKultur NRW vernetzt landesweit Akteure, Initiativen und Institutionen, moderiert Dialoge zum Umgang mit der gebauten Umwelt und reagiert auf aktuell relevante Fragestellungen.

Im Jahr 2011 hat sich die StadtBauKultur NRW unter Führung des Bauministeriums für die laufende Dekade neu formiert, Themenschwerpunkte gesetzt und ihre Gremien neu strukturiert. Das Kuratorium der Landesinitiative unter Vorsitz des Städtebauministers gibt die Leitlinie vor. Der Verein „StadtBauKultur NRW e.V.“ steuert die Initiative und ist nun ein Verbund, dem zahlreiche Partnerinstitutionen, die wichtigsten  Bau-Verbände, Vertreter der Hochschulen und Einzelpersonen angehören. Die Geschäftsstelle StadtBauKultur mit Sitz in Gelsenkirchen ist dem Verein unterstellt.

Das Memorandum II „StadtBauKultur NRW 2020“ dokumentiert die aktuellen Themenschwerpunkte der Initiative.

Hier geht es zum Broschürenservice des Ministeriums

 

StadtBauKultur NRW 2020

Die Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020 ist, wie schon in ihrer ersten Dekade, eine partnerschaftliche Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen mit Berufsverbänden und Institutionen aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur, Forschung, Wohnungswirtschaft, Einzelhandel und Kunst.

StadtBauKultur NRW 2020 setzt sich für eine lebenswerte, nachhaltig und qualitätvoll gestaltete bauliche Umwelt in Nordrhein-Westfalen ein. Sie will dazu beitragen, den aktuellen Herausforderungen an unsere gebaute Umwelt mit zukunftsweisenden Konzepten zu begegnen. Zu diesem Zweck realisiert StadtBauKultur NRW eigene Projekte, Veranstaltungen und Publikationen und sie unterstützt Dritte, ihre Ideen für Nordrhein-Westfalen zu verwirklichen. Sie richtet sich sowohl an Fachleute aus dem Bauwesen und Entscheidungsträger in den Kommunen als auch die breite Öffentlichkeit.

 

StadtBauKultur NRW als Laboratorium

StadtBauKultur NRW versteht sich als Laboratorium, in welchem neue Impulse für aktuelle baukulturelle Aufgaben entwickelt und erprobt werden können. StadtBauKultur NRW initiiert Projekte in den folgenden vier Themenfeldern:

 

UmBauKultur: Häuser von gestern für die Stadt von morgen

UmBauKultur ist das richtige Thema zur richtigen Zeit. Die Zukunft der Stadtentwicklung wird in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland unter dem Motto „Umbau statt Wachstum“ stehen. Unsere gebaute Umwelt muss an den demografischen Wandel, an den Klimawandel und an sozio-kulturelle Veränderungen angepasst werden. Diese Herausforderungen müssen wir vor allem mit dem bewältigen, was wir haben: mit unserem baulichen Bestand. Die Anpassung von Gebäuden und städtischen Räumen birgt großes Potenzial für baukulturelle Innovationen. Durch den klimagerechten Umbau dürfen unsere Städte keine baukulturellen Verluste erleiden, sondern Qualität und Nachhaltigkeit gewinnen.

 

WirUrbanismus: Die Stadt als Gemeinschaftsprojekt

Die Entwicklung von Gebäuden und städtischen Räumen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Eigentlich. Denn Bauherren, Planer, Ingenieure, Verwaltung, Investoren und andere müssen eng zusammen arbeiten, um gute Resultate zu erzielen. Baukultur im Ganzen ist immer eine gemeinschaftliche und gesamtgesellschftliche Leistung. Als Gemeinschaftsaufgabe darf sie nicht  nur einigen wenigen vorbehalten bleiben, die über fachliche Kompetenzen und berufliche Legitimationen verfügen. Schon heute engagieren sich an vielen Orten neue Allianzen aus Bürgerschaft, Kommunen und Immobilienwirtschaft. Und sind bürgerschaftlich getragene Planungen nicht manchmal nachhaltiger, urbaner, akzeptanzfähiger und schöner als das, was ein Großinvestor oder der etablierte Planungsapparat hervorbringen können?

 

LebensRäume: Zuhause in NRW

Wie werden wir in Zukunft in Nordrhein-Westfalen zuhause sein? Diese Frage stellt sich angesichts aktueller demografischer und wirtschaftlicher Trends: Da sind zum einen strukturschwache Kommunen, die Lebensqualität und Identität sichern müssen, trotz sinkender Bevölkerungszahlen und klammer Haushalte. Andere Kommunen müssen bauliche und sozialverträgliche Lösungen für eine wachsende Bevölkerung finden. Diese regional unterschiedlichen Entwicklungen werden durch allgemeine Trends überlagert: Der demografische Wandel verlangt nach neuen Konzepten für Wohnungsbau und öffentliche Infrastrukturen. Das gleiche gilt für die postindustrielle Arbeitswelt, die nach neuen Mischformen von Wohnen, Arbeiten und Freizeit sucht.

Die städtebauliche Qualität trägt zur Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt bei. Baukultur hat Relevanz nicht nur mit Blick auf historische Baubestände und städtebauliche Leuchttürme, sondern auch in Bezug auf die „Alltagsarchitektur“.

 

StadtGespräche: Reden über Baukultur

Stell Dir vor, es wird gebaut und keiner sieht hin! Dann gäbe es zwar Bauwerke, aber keine Baukultur. Denn Baukultur kann nur sein, was Menschen bewusst wahrnehmen und diskutieren. Wer Baukultur fördern will, der muss auch Diskussionskultur fördern. Jeder ist für Baukultur – aber wo wird sie wirklich gelebt, diskutiert und finanziert? Das betrifft nicht nur die Fachleute, die für die Gestaltung und Herstellung unserer gebauten Umwelt verantwortlich sind. Es betrifft ebenso sehr die Entscheidungsträger in den Kommunen und auch die Menschen vor Ort als Bauherren, Mieter und Stadtbenutzer.

StadtBauKultur NRW

 

M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst

Das Museum für Architektur und Ingenieurkunst M:AI wurde 2005 als eigenständiges Projekt im Rahmen der Landesinitiative gegründet. Es hat sein Büro in Gelsenkirchen, besitzt aber kein festes Ausstellungshaus, sondern ist an wechselnden Orten im Land zu Gast. Als mobiles Forum präsentiert das M:AI baukulturelle Entwicklungen in NRW in wechselnden Formaten wie Ausstellungen, Exkursionen und Vorträgen. Diese Form eines Museums ist in Deutschland einzigartig. Für jede Ausstellung wird ein eigenes Präsentationsdesign entwickelt – passend zum jeweiligen Thema. Oft finden die Ausstellungen in Gebäuden statt, die einen direkten Bezug zum Thema der Ausstellung haben, dann wird das Gebäude zum anschaulichsten und größten Exponat.

Im Fokus der Ausstellungen und künstlerischen Interventionen des M:AI stehen historische, aktuelle und zukunftsweisende Themen aus Architektur, Ingenieurwesen und Stadt- und Landschaftsentwicklung.

Museum für Achitektur und Ingenieurskunst

 


MWBSV im Überblick


© VM Nordrhein-Westfalen