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Straßenverkehr

Verkehrszählungen

Das Straßensystem in Nordrhein-Westfalen gehört zu den am stärksten belasteten in Europa. Um dieses System auch zukünftig nachfragegerecht ausgestalten zu können bedarf es verlässlicher Grundlagen, die u.a. mittels Verkehrszählungen wie folgt erhoben werden:

 

1) Kontinuierliche Verkehrszählungen (Dauerzählungen)

Die Verkehrsnachfrage auf Bundesautobahnen und Außerortsstrecken von Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen wird mittels automatischer Dauerzählstellen kontinuierlich erfasst. Das Netz der Dauerzählstellen auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen besteht seit 1964/65. Der Bund richtete 1973 an Bundesfernstraßen ein eigenes Zählstellennetz ein.

In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit

169 Dauerzählstellen an Bundesautobahnen, davon 7 an Grenzübergängen

113 Dauerzählstellen an Bundesstraßen, davon 8 an Grenzübergängen

58 Dauerzählstellen an Landesstraßen, davon 5 an Grenzübergängen

2 Dauerzählstellen an Kreisstraßen.

Eine Übersicht der Standorte aller Dauerzählstellen ist als Liste verfügbar.

Die Zählergebnisse sämtlicher Dauerzählstellen werden sowohl monatlich als auch mit Jahresbezug veröffentlicht. Die Jahreswerte stehen darüber hinaus in verarbeitbarer Form im Open-Government-Portal der Landesregierung zur Verfügung.

 

2) Periodische Verkehrszählungen (Straßenverkehrszählungen)

In 5-Jahres-Intervallen finden bundesweit sogenannte Straßenverkehrszählungen (SVZ) auf Bundesfern- und Landesstraßen statt, die in der Zuständigkeit von Kreisen und Gemeinden auch auf das nachgeordnete Straßennetz ausgedehnt werden können.

Die ursprünglich im Jahr 2020 vorgesehene Straßenverkehrszählung musste im Zuge der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Mit Ergebnissen, die wie in der Vergangenheit in Form von Verkehrsstärkenkarten zugänglich gemacht werden sollen, kann daher voraussichtlich erst im Herbst 2022 gerechnet werden.

Seit 2011 werden die im Rahmen der SVZ bis dahin manuell durchgeführten Kurzzeitzählungen (mehrere Stunden, unterschiedliche Wochentage) zunächst an Landesstraßen weitestgehend durch elektronische Verkehrszählungen mit Leitpfosten- bzw. Kastenzählgeräten ersetzt. Mit diesem auch unter dem Begriff „Verkehrsmonitoring“ bekannten Verfahren werden über einen Zeitraum von fünf Jahren alle zählbaren SVZ-Zählstellen erfasst, wobei in jedem Jahr des 5-Jahres-Intervalls nur ein Teilkollektiv gezählt wird, welches mit Hilfe der Ergebnisse der Dauerzählstellen anforderungsgerecht hochgerechnet wird. Gegenüber den manuellen Zählungen bedeutet das Verfahren – auch bedingt durch den deutlich erhöhten Zählumfang – nicht nur einen deutlichen Qualitätszuwachs sondern auf längere Sicht zusätzlich erhebliche finanzielle Vorteile.

Im Rahmen des Verkehrsmonitorings kommen derzeit insgesamt rund 220 Zählgeräte umlaufend zum Einsatz.

Mittelfristig ist eine Ausweitung des Verkehrsmonitorings auch auf den Bereich der Bundesstraßen vorgesehen.

 

Weiterführende Informationen:

Manuelle Zählung
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MWBSV im Überblick


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