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Fußverkehr

Zwölf Kommunen erhalten Profi-Hilfe für Fußverkehrs-Checks: Verkehrsministerium und Zukunftsnetz Mobilität NRW verkünden Wettbewerbsgewinner

Gehen ist die ursprünglichste Form der Fortbewegung. Trotzdem hat die Stadt- und Verkehrsplanung Fußgänger in den letzten Jahrzehnten oft vernachlässigt. Mit einem Fußverkehrs-Check können Kommunen in Nordrhein-Westfalen überprüfen, wo es Verbesserungsmöglichkeiten für sie gibt und wie man diese am besten umsetzt. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr konnten sich die Kommunen, die Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW sind, erneut um das Unterstützungspaket bewerben. 37 Bewerbungen sind eingegangen. Jetzt stehen die Gewinner fest. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Anzahl der ausgewählte Kommunen von den ursprünglich geplanten zehn auf zwölf angehoben.

Ausgewählte Kommunen des Fußverkehrs-Checks 2020:
• Stadt Bünde (Kreis Herford)
• Stadt Detmold (Kreis Lippe)
• Stadt Düsseldorf
• Stadt Ennigerloh (Kreis Warendorf)
• Stadt Höxter
• Gemeinde Kreuzau (Kreis Düren)
• Stadt Lüdenscheid (Märkischer Kreis)
• Gemeinde Neunkirchen (Kreis Siegen-Wittgenstein)
• Stadt Pulheim (Rhein-Erft-Kreis)
• Stadt Remscheid
• Stadt Rheine (Kreis Steinfurt)
• Stadt Wetter (Ennepe-Ruhr-Kreis)

Fußverkehrs-Checks sind ein Angebot des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Die bewährte Methode zur Verbesserung der Mobilität für Fußgänger enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – sie geben den Teilnehmern vor Ort die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren. Es folgt eine Stärken-Schwächen-Analyse sowie die Erstellung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten, die gemeinsam von Bürgern und Experten erarbeitet werden.

„Ziel ist, dass die Kommunen ihre Gehwege sicherer und attraktiver machen“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst anlässlich der Verkündung der ausgewählten Kommunen. „Das erhöht die Aufenthalts- und Lebensqualität. Zu Fuß zu gehen hält außerdem fit und trägt zur Reduktion der Lärm-, CO2- und Schadstoffbelastung bei. So können Kreise, Städte und Gemeinden die umweltfreundlichste aller Fortbewegungsarten fördern und letztendlich auch die Lebensqualität verbessern.“

Die verschiedenen Etappen des Fußverkehrs-Checks werden von einem Planungsbüro begleitet, das die Veranstaltungen moderiert, die Themen bündelt und die Ergebnisse zusammenfasst. Zum Abschluss bekommt jede teilnehmende Kommune eine Auswertung und Handlungsempfehlung. Die Umsetzung ist freiwillig, das Zukunftsnetz Mobilität NRW berät die Kommunen auf Wunsch zur Generierung möglicher Fördermittel.

Die Kosten für die Fußverkehrs-Checks werden vom Ministerium für Verkehr Nordrhein-Westfalen übernommen. Unterstützung erhalten die ausgewählten Kommunen kontinuierlich und professionell vom Expertenteam des „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ sowie von den Planerbüros „Via“ in Köln und der „Planersocietät“ in Dortmund.


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