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12.07.2008 | : Entlastung des Ballungsraumes östliches Ruhrgebiet: B 236 mit Tunnel in Dortmund eröffnet

Dortmund. Nach sechs Jahren Bauzeit wurde am Samstag (12. Juli) mit der Freigabe des zweiten Tunnels die B 236n in Dortmund eröffnet. Verkehrsminister Oliver Wittke fuhr gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Winfried Pudenz, Geschäftsführer des Landesbetriebs Straßen.NRW als erster durch den neuen, 1.310 Meter langen Tunnel. Rund 90 Millionen Euro wurden insgesamt für den 2,5 Kilometer langen Streckenabschnitt investiert.

Zur Freigabe des Tunnels in Dortmund-Berghofen gab es ausschließlich zufriedene Gesichter: Die Bewohner des Stadtteils können nun leichter die Straße überqueren, 28.000 Fahrzeuge täglich müssen sich nicht länger im Stop-and-go-Verkehr durch die belebte Ortsdurchfahrtsstraße quälen. Positiver Nebeneffekt: auf dem begrünten Tunneldachen finden Spaziergänger, Jogger und Kinder Wanderwege, demnächst eine Finnbahn und einen großen Summstein aus Basalt vor – Angebote, die zur Freizeitgestaltung einladen. „Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer haben während der Bauzeit den Lärm, Schmutz und die Baufahrzeuge ertragen. Jetzt wird gefeiert – vor allem, weil es unter anderem dem großen Engagement der Bürgerinitiative ‚Weiterbau B 236n’ zu verdanken ist, dass wir heute hier am Portal des neuen Tunnels stehen“, bilanzierte Oliver Wittke bei der Dankeschön-Feier.

Der jetzt fertig gestellte Streckenabschnitt ist ein wichtiger Baustein im überregionalen Verkehrskonzept. Zwischen Lünen und Schwerte verläuft der Verkehr jetzt fast vollständig über einen autobahnähnlich ausgebauten, vierstreifigen Querschnitt mit direktem Anschluss an die A 1, B 1 und A 2. Den Ortsteil Berghofen entlastet die B 236n als Ortsumgehung, im Großraum Dortmund verbessert sie als leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung die Verkehrssituation im gesamten Ballungsraum. Ihre volle Wirkung wird die Bundesstraße entfalten, wenn das letzte Teilstück vom jetzigen Ausbauende an der Stadtgrenze Dortmund/Schwerte bis an die A 1 freigegeben ist. Mit dem Planfeststellungsbeschluss ist 2009 zu rechnen.

„Mit dem neuen Tunnel eröffnen wir bereits den zweiten über 1.000 Meter langen Tunnel im Zuge der B 236n“, erinnerte Oliver Wittke. Beide Bauwerke, Tunnel Wambel und Tunnel Berghofen, vermeiden klaffende Lücken, die die Trasse in lebendige Stadtteile gerissen hätte. Gleichzeitig entlastet das 63 Millionen Euro teure Bauwerk die Umgebung von Lärm und Feinstaub. Ein großer Teil der Baukosten wurde in die Sicherheit des Tunnels investiert: Die zwei getrennten Röhren mit Überfahrten für die Feuerwehr, sicheren Notrufstationen, Fluchttüren, Beleuchtung und Belüftung, Lautsprecheranlage sowie Fluchtwegkennzeichnung und Videoüberwachung sind auf dem neuesten Stand der Technik. Im Falle eines Unglücks kann die Zufahrt weiterer Autofahrer über eine Tunnelsperranlage verhindert werden. Gleichzeitig würde der Verkehr bereits an den  Kreuzungen vor der Tunneleinfahrt umgeleitet. „Der Tunnel ist einer der sichersten Deutschlands und wird Tag und Nacht von der Straßen.NRW-Tunnelleitzentrale in Hamm überwacht“; erklärte Wittke.

Die ersten Konzepte für die heutige B236n – als NS X geplant vom Ruhrsiedlungsverband – gehen auf das Jahr 1925 zurück. Konkrete Planungen gibt es seit 1969. Seit dem wurden die Abschnitte von der B54 bei Lünen bis zur Hannöverschen Straße (1983), weiter bis zur Kreuzung mit der B1 in Dortmund (1994), und dann bis zur Schüruferstraße (1999) gebaut.


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