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21.10.2008 | : Investitionspakt: 69 Projekte für Klimaschutz in Schulen und Kindergärten

Düsseldorf.Für die energetische Erneuerung von landesweit 69 Schulen und Kindertagesstätten stellen Land und Bund in diesem Jahr mehr als 86 Millionen Euro zur Verfügung. Die sanierten 52 Schulen und 17 Kindertagesstätten leisten zukünftig einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz. Das teilte Bauminister Oliver Wittke am Dienstag (21. Oktober) in Düsseldorf mit. „Damit werden Investitionen in Höhe von mehr als 158 Millionen Euro angestoßen und Energiekosten mindestens halbiert,“ sagte Wittke.

Die Investitionen werden sich nach Auffassung Wittkes schon nach wenigen Jahren rechnen. „Der Investitionspakt wird in vielen Kommunen wesentlich zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Gleichzeitig profitieren durch die Sanierung auch Mittelstand und Handwerk.“ Bund und Land unterstützen insbesondere solche Kommunen, in denen der Investitionsstau infolge schwieriger Haushaltslagen besonders hoch ist und deren Infrastruktur in Stadterneuerungsgebieten mit strukturellen und sozialen Problemen liegt.

Gefördert wird eine energetische Sanierung, die mindestens das Neubauniveau nach der Energieeinsparverordnung erreichen muss. Dazu gehören der Austausch der Heizungsanlage, die Wärmedämmung von Dach, Fassaden und Kellerdecken sowie der Einbau von Wärmeschutzfenstern oder der Einsatz erneuerbarer Energien wie Sonnenenergie oder Pelletheizungen.

Insgesamt wurden zum Investitionspakt 2008 innerhalb kürzester Zeit 239 Projekte mit Gesamtkosten von 470 Millionen Euro und einer Fördererwartung von rund 300 Millionen Euro angemeldet. „Die große Nachfrage zeigt, wie notwendig das Programm ist. Der Investitionspakt 2008 kann nur der Anfang sein. Gemeinsam mit meinen Kollegen aus den anderen Bundesländern habe ich auf der Bauministerkonferenz im September den Bund aufgefordert, den Investitionspakt im nächsten Jahr gemeinsam mit den Ländern im bisherigen Umfang fortzusetzen“, sagte Wittke weiter.

Von den 69 Projekten werden 48 bereits in diesem Jahr bewilligt. Die restlichen 21 Bescheide ergehen aus haushaltrechtlichen Gründen Anfang nächsten Jahres. Bei der Auswahl der Projekte im laufenden Jahr spielte neben der Haushaltslage der Kommune auch die Qualität des Sanierungskonzeptes eine große Rolle. Eine Schule war besonders überzeugend: das Gymnasium Baesweiler. Es hat das innovativste energetische Konzept und erreicht den Passivhausstandard. Auch Denkmäler wie die beiden Scharoun-Schulen in Marl und Lünen werden bei der Umsetzung ihrer energetischen Konzepte unterstützt.


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