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16.10.2007 | : Zinsen für Förderdarlehen im Sozialmietwohnungsbau bleiben konstant. Bauminister Wittke: Keine weitere Belastung der Mieter

Düsseldorf. Die Landesregierung hat beschlossen, für die Dauer von drei Jahren die Zinsen bei Förderdarlehen für Sozialmietwohnungen nicht anzuheben. Dadurch werden bei rund 560.000 Miet- und Genossenschaftswohnungen, die das Land bis 2002 mit Darlehen gefördert hat, die Mieten stabilisiert und zusätzliche Belastungen der Mieterhaushalte vermieden. Wohnungsbau­gesellschaften können die Kosten für Zinsen auf die Miete der Sozialwohnungen übertragen.

„Das Niveau der Sozialmieten und die stark gestiegenen Mietnebenkosten haben in Verbindung mit sinkenden Reallöhnen zu einer hohen Belastung geführt. Sozialmieter in Nordrhein-Westfalen wenden zurzeit durchschnittlich bereits rund 39% des verfügbaren Einkommens für Wohnkosten auf – ein sehr hoher Anteil. Daher setzen wir Zinserhöhungen bis Ende 2010 aus“, sagte Bauminister Oliver Wittke.

Besonders in älteren Sozialwohnungen haben die Mieten ein hohes Niveau erreicht; zum Teil liegen sie über den aktuellen Fördermieten. In einigen Regionen stehen sie in Konkurrenz mit preisgünstigen freifinanzierten Wohnungen. Jede mietwirksame Höherverzinsung gefährdet die Vermietbarkeit der Sozialwohnungen und verschlechtert ihre Wirtschaftlichkeit.

Von der Zinsaussetzung betroffen sind nach altem Recht (bis einschließlich 2002) geförderte Sozialmietwohnungen, die sich noch in der Darlehensverwaltung der Wohnungsbauförderungsanstalt (Wfa) befinden. Nicht betroffen sind hingegen Darlehen für Eigenheime, Modernisierungsmaßnahmen und alle Förderdarlehen, die seit 2003 nach einem neuen System subventioniert worden sind.

 


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