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08.08.2007 | : Sieben Schulen im Wettbewerb "denkmal aktiv" ausgezeichnet

Düsseldorf. Sieben nordrhein-westfälische Schulen haben sich für den diesjährigen Wettbewerb „denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beworben. Alle haben mit ihren Vorhaben überzeugt und erhalten für ihre Projekte insgesamt 13.200 Euro. Insgesamt hatten sich 83 Schulen aus 13 Bundesländern beteiligt, 68 davon unterstützt die Stiftung im kommenden Schuljahr.

„Die Schülerinnen und Schüler haben spannende und qualitätvolle Projekte entwickelt. Ich freue mich sehr, dass immer mehr junge Menschen Interesse am Denkmalschutz und an der Denkmalpflege finden und sich für das kulturelle Erbe engagieren“, erklärte Bauminister Oliver Wittke. Das Ministerium für Bauen und Verkehr Nordrhein-Westfalen ist zugleich Oberste Denkmalbehörde des Landes.

Was sind Kulturdenkmale und worin besteht ihr Wert? Welche historischen Bauten, Industriedenkmäler, Parks und Gärten sollten erhalten werden und warum? Was können junge Menschen dazu beitragen, dass „alte Gemäuer“ in der Öffentlichkeit stärker beachtet werden? Fragen wie diesen gehen Schülerinnen und Schüler im Rahmen von „denkmal aktiv“ nach.

Die Schulteams werden ein Jahr lang von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finanziell gefördert, geschult und beraten. Dazu gehören Teilnehmertreffen, Workshops zu Themen der Denkmalpflege und Unterrichtsmaterialien. Einrichtungen der Denkmalpflege, Architekten und Restauratoren unterstützen als fachliche Partner die Teams bei der Planung und Durchführung ihrer Projekte und geben den Jugendlichen Einblicke in ihr Arbeitsfeld. Seit Beginn der Initiative im Jahr 2002 haben sich rund 10.000 Schüler von mehr als 300 Schulen bundesweit beteiligt.

Folgende Schulen aus Nordhrein-Westfalen wurden ausgezeichnet:

Berufskolleg Kaiserswerth, Düsseldorf

Auszubildende zum Beruf des Erziehers wollen ein Denkmalprojekt zum Gebäudeensemble des Diakoniewerkes auf dem Fronberg durchführen. Ihr besonderes Interesse liegt dabei auf dem Baumaterial Tonerde, mit dem sie selber Ziegel herstellen wollen.

Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Lünen

Der bekannte Architekt Hans Scharoun hat in Lünen die Geschwister-Scholl-Schule erbaut. Sie und andere seiner Bauten sollen untersucht werden. Welche Architekturphilosophie steckt dahinter? Welches Ziel verfolgte Scharoun mit der Art und Weise seines Bauens?

Gymnasium Paulinum, Münster

Schüler der Klasse 6 des Gymnasiums Paulinum führen in Geschichte und Kunst ein Projekt zur „Promenade“ durch. Die Promenade ist auf dem Stadtbefestigungsring entstanden und umschließt die Altstadt.

Peter-Hille-Schule, Nieheim

Mit dem Kloster Marienmünster, einem Kloster in Betrieb, werden sich Schüler der Klassen 9 und 10 der Peter-Hille-Realschule beschäftigen. Wie hat man früher hier gelebt? Was erzählen die Gebäude über die Entwicklung der Klosteranlage? Welche Techniken werden angewandt, um die historischen Bauten zu restaurieren?

Friedrich-von-Spee-Gesamtschule, Paderborn

Der älteste Profanbau der Stadt Büren ist die Niedermühle. Die Schüler der Klasse 7 und 9 wollen miterleben, wie die Restaurierung des alten Baus vor sich geht und diese dokumentieren.

Westfalen-Kolleg, Paderborn

Das Westfalen-Kolleg widmet sich den Fragen, wie man mit Denkmälern in Paderborn umgeht. Welche Prioritäten gelten dabei? Hat sich dieser Umgang in den letzten Jahren verändert? Welche Möglichkeit gibt es heute, denkmalgeschützte Bauten auch zu nutzen?

Friedrich-Bährens-Gymnasium, Schwerte

Mit einem technischen Denkmal, einem Eisenbahnausbesserungswerk und der zugehörigen Eisenbahnersiedlung, will sich das Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte im kommenden Schuljahr beschäftigen. Gefragt werden soll u. a., welche Merkmale das Gebäude zu einem Industriedenkmal machen und welche alternative Nutzung in Zukunft möglich ist.

Weitere Information unter www.denkmal-aktiv.de.


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