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26.03.2007 | : Bauminister Oliver Wittke beim Verbandstag der Freien Immobilienunternehmen: "Bund muss einfaches Modell zum Riestersparen für Wohneigentum vorlegen."

Düsseldorf. Der nordrhein-westfälische Bauminister Oliver Wittke hat an die Regierungskoalition in Berlin appelliert, zügig ein einfaches Modell zum Riestersparen auch für Wohneigentum zu entwickeln. Auf der Jahrestagung des Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen sagte Wittke am Montag (26.03.), die Integration der Wohnimmobilie in die staatlich geförderte Altersvorsorge sei ein wichtiges Reformvorhaben, das keinen weiteren Aufschub vertrage.

Im bestehenden Riester-System werden die Anschaffung oder der Bau einer selbst genutzten Immobilie nicht unmittelbar gefördert. Der Bauminister kritisierte, dass die zwischenzeitlich vorgestellten Modelle entweder zu kompliziert oder eine „verkappte Eigenheimzulage“ seien. „Wir müssen dem Bürger die Möglichkeit eröffnen, selbst zu entscheiden, ob er auf das Riester-Sparen für eine Geldrente setzt oder eine Wohnimmobilie bevorzugt. Die Bundesregierung sollte schnell eine Lösung vorlegen. Bringen Sie das Gesetzesvorhaben auf den Weg und senden Sie den Sparern ein klares Signal“, sagte Wittke vor rund 150 Vertretern der Freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen.

Zu der in den vergangenen Wochen kontrovers diskutierten Einführung von Real Estate Investment Trusts (REITs), einer für Deutschland neuartigen börsennotierten Kapitalanlageform, erklärte Wittke, aus seiner Sicht müsse bei dem vom Bund erarbeiteten Kompromiss noch nachgebessert werden. Mietwohnimmobilien in Deutschland bleiben in dem Gesetz, das der Bundestag am vergangenen Freitag verabschiedet hat, noch außen vor. Ein REIT darf nur gewerblich genutzte Immobilien und neu errichtete Wohnimmobilien bewirtschaften. „Hier wurde ein Kompromiss gefunden, der auf Dauer keinen Sinn macht. Das Beispiel der Überführung von Immeo – ehemals Thyssen Krupp Immobilien – in einen französischen REIT zeigt: deutsche Wohnimmobilien können schon jetzt in ausländische Investment Trusts integriert werden. Dann unterliegen sie Bedingungen, die sich unserem Einfluss vollkommen entziehen.“

Der Vorsitzende des BFW Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Dr. Werner Küpper, lobte die Wohnungsbauförderung in Nordrhein-Westfalen, die bundesweiten Vorbildcharakter habe. „Die neu ausgerichtete Förderung des Wohneigentums für junge Familien mit erhöhten Einkommensgrenzen ist ein richtiger Schritt“, sagte Küpper. Impulse verbindet der Landesvorsitzende zudem mit der Unterstützung, die das Land beim altersgerechten Bauen leistet.

Der Vorsitzende des BFW-Bundesverbandes, Walter Rasch, bezeichnete die Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl von seniorengerechten Wohnungen als zentrale Herausforderung. Hierfür seien barrierearme Baustandards eine wichtige Voraussetzung. Gerade auf diesem Gebiet gebe es nach den Worten des BFW-Vorsitzenden eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Land NRW und dem Verband. Mit Blick auf die Förderung von Wohneigentum unterstrich Rasch ebenso wie Wittke die wichtige Rolle der Riester-Förderung für die Immobilie. Nachdem die Bundesregierung die Förderung nicht wie zugesagt zum 1. Januar 2007 umgesetzt hat, dürfe es jetzt keine weiteren Verzögerungen geben.

 


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