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16.04.2007 | : Bauminister Wittke stellt Städtebauinvestitionen 2007 vor: "Mehr Wettbewerb, kreative Konzepte und Kooperationen zum Nutzen unserer Städte sind gefragt"

Düsseldorf. Das Land fördert in diesem Jahr 289 Stadtentwicklungs-Projekte. Dafür stehen 152 Millionen Euro sofort zur Verfügung. 103 Maßnahmen wurden neu aufgenommen, davon 41 als Modellvorhaben des Programms „Soziale Stadt“. Von den Zuschüssen sind 89 Millionen Euro Landesmittel, die übrigen 63 Millionen stellt der Bund bereit.

„Die Städtebauförderung ist ein unverzichtbares Investitionsprogramm, um unsere Städte und Regionen wettbewerbsfähig zu erhalten“, sagte Bauminister Oliver Wittke am Montag (16.4.) in Düsseldorf. „Eine erfolgreiche Positionierung kann nur gelingen, wenn öffentliche und private Akteure gemeinsam die Zukunft gestalten. Um die Entwicklung auf hohem Niveau unterstützen zu können, müssen wir die Fördermittel bündeln und mehr private Investoren einbinden. Die Projekte der Stadtentwicklung müssen sich dem Wettbewerb um die besten Konzepte stellen“, erklärte Wittke.

Förderschwerpunkte sind:

1. Stärkung der Innenstädte und Nebenzentren

Leerstände in den Zentren machen die Städte zunehmend unattraktiver – nicht nur als Einkaufsstandorte, sondern auch für das Wohnen und Arbeiten. Brachflächen, Baulücken oder nicht mehr benötigte Bahnhöfe bieten Chancen, die Städte anziehender und familienfreundlicher zu machen. Innovative Konzepte wie die Immobilien- und Standortgemeinschaften (ISG) setzen auf private Initiativen, die zur funktionalen, wirtschaftlichen und gestalterischen Verbesserung von Stadtquartieren beitragen. Für die Kommunen bietet sich dadurch die Chance, privates Kapital für Ziele der Stadtentwicklung zu mobilisieren. Um Innenstädte und Nebenzentren zu stärken, werden 111 Maßnahmen mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt 63 Millionen Euro gefördert.

2. Soziale Stadt

Um schwierige Stadtteile zu stabilisieren, muss die Eigenverantwortlichkeit der Bewohner, Vereine und Organisationen vor Ort gestärkt werden. Strategien der „Hilfe zur Selbsthilfe“ sind für den Erfolg ebenso wichtig wie die Einbindung verschiedener Partner: Von Wohnungsunternehmen über Kirchen und Religionsgemeinschaften bis hin zu Schulen, Vereinen, Initiativen und der lokalen Wirtschaft. 42 Stadtteile in 32 nordrhein-westfälischen Städten erhalten insgesamt 44 Millionen Euro aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“. Zusätzlich erhalten 41 neue Vorhaben mit Modellcharakter, die in einem Wettbewerb ausgewählt wurden, 10 Millionen Euro unter anderem für nicht-investive Maßnahmen.

3. Stadtumbau West

Das integrative Programm „Stadtumbau West“ zielt darauf ab, den drohenden Funktions- und Attraktivitätsverlusten der Städte und dem schwindenden Wohnwert ganzer Wohnquartiere entgegenzuwirken. Es verzahnt die Anliegen von Wohnungs- und Städtebau und aktiviert privates Kapital für die notwendigen Aufwertungs- und Umstrukturierungsprozesse. In Nordrhein-Westfalen werden 49 Maßnahmen in 37 Städten mit 35 Millionen Euro Landesmitteln gefördert.

4. Die REGIONALEN in Nordrhein-Westfalen

Um das Profil einer Region nach innen und außen zu stärken, erarbeiten die „Regionalen“ Strukturprogramme, die mit Projekten, Veranstaltungen und Initiativen das regionale Profil schärfen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Den Kern bilden anspruchsvolle, wirksame Maßnahmen in den Bereichen Stadt, Landschaft, Kultur und Wirtschaft. 2007 werden in diesem übergreifenden Programm 46 Projekte mit einem Volumen von 32 Millionen Euro gefördert. Die Mittel speisen sich aus den anderen drei Programmen.

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