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02.03.2007 | : BASt-Studie bestätigt den Modellversuch mit Gigalinern - Minister Oliver Wittke: "NRW mit Praxistest auf dem richtigen Weg"

Düsseldorf. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums bestätigt den Versuch des nordrhein-westfälischen  Verkehrsministeriums zum Einsatz von überlangen Lastwagen – so genannten Gigalinern.  „Die Ergebnisse des Gutachtens untermauern unsere Einschätzungen und zeigen, dass wir mit unserem Pilotversuch den richtigen Weg gegangen sind. Die Studie fordert einen Praxistest geradezu heraus“, sagte Wittke am Freitag (2. März) in Düsseldorf.

Seit Mitte Dezember 2006 dürfen in NRW Gigaliner mit einer Länge von 25,25 Meter und einem Gesamtgewicht von maximal 40 Tonnen mit Ausnahmegenehmigungen fahren. Bislang wurden an fünf Speditionen Genehmigungen erteilt. Zwei Unternehmen machen bislang Gebrauch davon. So genannte „Monstertrucks“ mit einem Gewicht von 60 Tonnen werden dagegen in NRW nicht zugelassen.

Die Studie bestätigt, dass der Einsatz von überlangen Lastzugkombinationen durchaus zu einer Verringerung der Fahrten im Schwerlastverkehr auf Autobahnen führen kann. Das von der BASt gewählte Szenario geht von etwa 13 Prozent aus. Als Folge ergeben sich auch Einsparungen beim Treibstoff und eine insgesamt geringere Umweltbelastung.

Die Ergebnisse belegen weiter, dass Gigaliner mit 40 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht keine Schäden an Straßen und Brücken verursachen. Es sei davon auszugehen, dass der Einsatz von überlangen Lastwagen sogar „zu geringeren Schäden am Straßenkörper“ führen und sich die Lebensdauer von Straßenaufbauten geringfügig erhöhen werde. Begründet wird dies mit der größeren Anzahl von Achsen im Vergleich zu herkömmlichen 40-Tonnern.

Weiter hält die BASt den Einsatz von Gigalinern auf vorher speziell festgelegten, überörtlichen Routen für unbedenklich. Diese Voraussetzung ist im NRW-Modellversuch bereits erfüllt. Ausnahmegenehmigungen werden nur für sorgfältig geprüfte Strecken und Ausweichrouten erteilt. Auch der Forderung der Bundesanstalt nach einer zweiten beweglichen Hinterachse an den Gelenkzügen wird in NRW entsprochen.

Probleme sieht die BASt grundsätzlich beim Abstellen der überlangen Lastwagen auf Rastanlagen. An den bisher genehmigten fünf Routen für Gigaliner in NRW stellt sich dieses Problem allerdings nicht, da nur Routen ausgewählt wurden, an denen keine längeren Rastzeiten erforderlich sind. Dort wo von der BASt weitere Risiken gesehen werden, trifft dies in erster Linie auf den Einsatz von 60 Tonnen schweren Fahrzeugkombinationen zu.

„Die Studie der BASt ist eine hervorragend geeignete Grundlage für eine eingehende Diskussion über den Einsatz von Gigalinern. Nach diesen für uns sehr positiven Ergebnissen der Studie müsste nun auch den letzten Zweiflern klar sein: unser Modellversuch ist absolut notwendig und zukunftsweisend“, sagte Wittke.

Die wissenschaftliche Begleitung des bis Ende 2007 befristeten Versuchs übernehmen für NRW der TÜV Nord und TÜV Rheinland. Weitere Auskünfte zum organisatorischen Ablauf des Modellprojekts erteilt Oliver Königsfeld, Bezirksregierung Köln, Tel. 0221/147 2164.


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