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19.04.2007 | : "60 Jahre Architektur in Nordrhein-Westfalen" - Ausstellung in der Landesvertretung Berlin

Kein anderes Bundesland ist im Erscheinungsbild seiner Großstädte so stark durch die Nachkriegsarchitektur geprägt wie Nordrhein-Westfalen. Mit der Ausstellung „60 Jahre Architektur in NRW“ zeichnet die Architektenkammer NRW dieEntwicklung der Architektur im Bindestrichland in den vergangenen sechs Dekaden nach. Vom 19. April bis zum 4. Mai 2007 sind die Exponate in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Berlin zu sehen.

„Die Ausstellung macht deutlich: Nordrhein-Westfalen bietet nicht nur eine große Vielfalt von Architektur-Stilen und -Konzepten, sondern war und ist auch Motor der Innovation und des Experiments in Architektur und Städtebau“, betonte Hartmut Miksch, Präsident der Architektenkammer NRW, bei der Ausstellungseröffnung in Berlin. NRW-Bauminister Oliver Wittke richtete den Blick in die Zukunft: „Die Welt des Bauens scheint sich gegenwärtig neu zu erfinden.“ Die internationale Ausrichtung der Bauwirtschaft, der Einfluss globaler Fonds auf die Immobilienwirtschaft und die damit einhergehende „Anonymisierung der Bauherrenschaft“ führten dazu, dass Verantwortlichkeiten in der Branche nicht mehr so eindeutig zu bestimmen seien wie in der Vergangenheit. Für Architekten und Stadtplaner bedeute dies eine ebenso große Herausforderung wie Verantwortung. „’60 Jahre Architektur in Nordrhein-Westfalen’ belegt auf eindrucksvolle Weise, wie stark die Arbeit von Architektinnen und Architekten unser Land und unser Leben prägen“, sagte Wittke.

„60 Jahre Architektur in NRW“ präsentiert in neun Themengebieten die bedeutendsten baulichen Leistungen der jüngeren Vergangenheit in Nordrhein-Westfalen: Das Themenspektrum reicht von der Phase des Wiederaufbaus bis zu moderner Hochhausarchitektur, von Sakralbauten bis zu öffentlichen Bauwerken für Bildung und Verwaltung, von Wohngebäuden bis zu Objekten der Infrastruktur. Für jede Themeninsel wurde ein repräsentatives Bauwerk ausgewählt, das als großes Modell präsentiert wird. Um dieses „Ankerprojekt“ gruppieren sich Fotowände, auf denen die einflussreichsten Gebäude und Anlagen der jeweiligen Bauaufgabe vorgestellt und erlebbar werden.

Die Ausstellung, deren Realisierung vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt wurde, wurde von Prof. Dr. Thorsten Scheer (FH Düsseldorf) kuratiert. „Es geht uns in dieser Ausstellung nicht um Vollständigkeit, sondern um eine bewusst selektive Lesart der Architekturgeschichte, die Widersprüchen nicht ausweicht“, erläuterte Scheer das Konzept von „60 Jahre Architektur in NRW“. Die ausgewählten Fotografien - häufig von Fotografen mit internationalem Renommee - sind ausnahmslos zeitnah zur Fertigstellung des jeweiligen Bauwerks aufgenommen, so dass sich neben der Architektur auch eine kleine Geschichte der Architekturfotografie erleben lässt.

Die Ausstellung lädt ein zu einer Zeitreise durch die jüngere deutsche Baugeschichte. Die Beispiele aus Nordrhein-Westfalen stehen stellvertretend für die bundesweit zu erkennenden Entwicklungslinien in Architektur und Städtebau. Aufgrund der hier so hohen Bevölkerungs- und Bebauungsdichte können die historischen Meilensteine, Zäsuren, Sprünge und Brüche der Architektur seit 1945 in Nordrhein-Westfalen allerdings in fokussierter Form nachvollzogen werden.

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Ausstellung „60 Jahre Architektur in Nordrhein-Westfalen“

19.04. - 04.05.2007

Landesvertretung des Landes NRW in Berlin

Hiroshimastraße 12 - 16, Berlin Tiergarten

 

Hinweis an die Redaktionen:

Sie finden ein Foto zu jedem Themengebiet der Ausstellung zum Download im Internet-Angebot der Architektenkammer NRW unter www.aknw.de, Rubrik „Presse/Downloads“.


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