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12.12.2007 | : Ab in die Mitte! " Die City-Offensive NRW": 2008 wagen 24 nordrhein-westfälische Kommunen "Wege zur OFFENEN STADT"

Aachen. Bauminister Oliver Wittke hat 24 nordrhein-westfälische Städte und Gemeinden als Sieger im Landeswettbewerb „Ab in die Mitte!“ 2008 ausgezeichnet. Dies wurde auf der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbes 2007 bekannt gegeben, die am Mittwoch (12.12.) in Aachen stattfand. Über eine Teil- oder Komplettförderung ihrer beantragten Projekte können sich freuen: Aachen, Ahlen, Bad Salzuflen, Bergheim, Bonn, Brühl, Castrop-Rauxel, Essen, Gelsenkirchen, Gevelsberg, Herne, Kleve, Krefeld, Lippstadt, Minden, Oerlinghausen, Rheine, Soest, Sundern, Wesel, Winterberg sowie der interkommunale Zusammenschluss von Schöppingen, Horstmar und Laer.

Im Kern des Mottos für 2008 „Wege zur OFFENEN STADT“ steht nicht allein das Moment der äußeren und inneren Erreichbarkeit der Stadtzentren, wie die Verbindungen in die City mit allen Verkehrsträgern oder die Wege innerhalb der Stadt(teil)zentren. Vielmehr waren die Kommunen aufgerufen, sich in ihren Konzepten auch mit innenstadtrelevanten Themen auseinanderzusetzen – ob sinkende Besucherzahlen, die schwindende Attraktivität der Zentren, die Aufenthaltsqualität von Verkehrsräumen oder eine einladende Atmosphäre.

Berücksichtigt werden sollten auch die wachsende Diversifizierung von Lebensstilen und die Alterung der Gesellschaft. Wie bereits im Vorjahr waren die Bewerber ausdrücklich gehalten, Maßnahmen des Städtebaus und der Stadtentwicklung in ihre Projektideen zu integrieren und öffentlichkeitswirksam zu inszenieren. Kurz: Beste Chancen, sich im Wettbewerb durchzusetzen, hatten vor allem Städte, die ihre Anträge im engen Schulterschluss zwischen Stadtmarketing, Kultur und Stadtplanung entwickelten.

Auch im kommenden Jahr kommt bei der City-Offensive das bewährte Prinzip der Public-Private-Partnership zur Anwendung: Vor Ort sollen sich Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Gastronomie, Kultur, Vereinen und Bürgerschaft an den Projekten beteiligen – von der Ideenfindung bis zur Umsetzung. Die ausgewählten Kommunen erhalten eine Förderung von bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten, die verbleibenden 40 Prozent müssen durch städtische Eigenmittel sowie Drittmittel (Sponsorengelder) aufgebracht werden.

Für das Jahr 2008 stellen das Land Nordrhein-Westfalen und die Warenhaus-Unternehmen Karstadt und Kaufhof insgesamt rund eine Million Euro Fördermittel zur Verfügung. Außerdem unterstützen die WAZ-Mediengruppe, die Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, das handelsjournal, der Städtetag NRW, die Handelsverbände LAG und EHV NRW, McDonald’s und die Multi Development GmbH Deutschland die seit 1999 bestehende Initiative für attraktive und überlebensfähige Innenstädte und Ortszentren.

Kurzübersicht der Preisträger

Aachen wandelt im August und September 2008 EUREGIONAL auf allen Wegen“. Ziel ist, nicht nur in Stadt und Kreis Aachen, sondern darüber hinaus auch im angrenzenden Ausland die Attraktivität der unterschiedlichen Mobilitätsangebote der Stadt zu thematisieren.

Unter dem Motto M2““ erhöht Ahlen im September 2008 durch das Wechselspiel verschiedener Test-Maßnahmen das Mobilitätspotenzial der Innenstadt deutlich. Zugleich wird dabei versucht, eine zum Teil verhärtete innerstädtische Diskussion (Autogerecht versus Umweltverbund) aufzuweichen.

Bad Salzuflen verfügt nicht nur über zwei Stadtkerne, sondern auch über zwölf Stadtteile. Das Projekt „12 Stern – 2 Kerne – unsere Stadt“ wagt im September 2008 einen umfassenden Brückenschlag zwischen beiden Zentren und den Ortsteilen.

Die „Bergheimer LICHT.WEGE“ setzen sich im August 2008 zum Ziel, Bergheims Bürgerinnen und Bürger zu animieren, die Anforderungen an ihre Wege in die Stadt bewusst in den Blick zu nehmen und diese gewissermaßen neu zu „beleuchten“.

Das Projekt „Bonn, die offene Stadt" inszeniert im September und Oktober 2008 nicht nur in kreativ-kultureller Weise die Erreichbarkeit von Innenstadt und Nebenzentren, sondern mit Blick auf die zahlreichen internationaler Institutionen und Unternehmen die Weltoffenheit der Stadt.

„Kurze Wege! Starke Stadt!“ heißt das Motto, wenn die „Generation.Brühl“ von Juli bis Oktober 2008 alle Altersgruppen einlädt, die vielfältigen Weg- und Verkehrsstrecken in die Stadtmitte auf neue Weise zu entdecken und zu nutzen.

Castrop-Rauxel gibt im September 2008 das Motto „Stadt/Finden – Die Altstadt macht mobil!“ aus, um eine stärkere Vernetzung der Altstadt mit den Stadtteilen zu initiieren und konkrete Lösungsperspektiven für spezifischen „Zugangsprobleme“ der Altstadt zu entwickeln.

Unter dem Motto „Essen.Citywärts. 3-2-1-Das Gute liegt so nah.“ sucht die europäische Kulturhauptstadt 2010 im September 2008 Wege zum Herzen der Stadt – als Ort der Begegnung, des Dialogs, der Kultur und des Handels.

Gelsenkirchen präsentiert sich 2008 „Offen für neue Wege“. Dabei bietet die kulturelle Belebung des neuen Bahnhof-Centers und die gestalterische Aufwertung von Wegen und Orten unter Bürgerbeteiligung ein neues Erleben der City.

Gevelsberg hat neue Wege!“ – und feiert unter dem Motto „EinGang frei“ im September 2008 den Abschluss der umfangreichsten Stadterneuerungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte und die daraus folgende Entlastung des Zentrums vom Durchgangsverkehr.

Der viel besungene „Mond von Wanne-Eickel“ stand Pate für das Projekt „Wanne-Eickel. Wir auf dem Mond“ mit dem die Stadt Herne im Juli 2007 ein selbstironisches Alleinstellungsmerkmal setzt und zugleich in Planung befindliche Umbaumaßnahmen des Stadtbezirks Wanne kommuniziert.

Die Stadt Kleve stellt im Jahr 2008 neue Weichen in Bezug auf ihr ÖPNV-System und vermittelt diese der Öffentlichkeit in einer Aktionswoche im August unter dem Motto „Kleve busbar – Klever bewegen!“

Mit dem Projekt „Baustelle Zukunft – Krefeld macht mobil!“ thematisiert die Stadt im Juli und August 2008 wesentliche Problembereiche einer umfassenden Umgestaltung ihrer zentralen verkehrlichen Hauptschlagader, des Ostwalls, und eröffnet neue innerstädtische Erfahrungsräume.

Das Projekt „Stadtlabor – Lippstadt auf Abwegen!“ kreiert im September 2008 ein neues innerstädtisches Erlebnis fernab gängiger Verhaltens- und Mobilitätsmuster und unterstützt dabei innovativ und kommunikativ die Etablierung eines neuen Altstadtrundganges.

Das Konzept „Minden open 2008 – Die Weserstadt öffnen!“ lädt von Juli bis Oktober Gäste und Bürger der Stadt ein, das vielfältige City-Angebot kennen zu lernen und Minden – auch aufgrund der baulichen Aufwertung des Stadteingangsbereichs „Tränke“ – nachhaltig als offene Stadt zu erleben.

Von August bis Oktober 2008 präsentiert sich Oerlinghausen als „Stadt ohne Grenzen“. Dabei gilt es, nicht nur geographische, sondern auch kommunikative, wirtschaftliche, sinnliche, historische, sportliche und lebensweltliche Grenzen zu überwinden.

Unter dem Motto „Rheine – Wege ins Herz der Stadt“ inszeniert die Emsstadt im Juli und August 2008 einen geplanten Tunneldurchstich auf den Konversionsflächen der Bahn und die damit verbundene neue Anbindung des Hauptbahnhofes an den ÖPNV und das innerstädtische Radwegenetz.

Soest, als einer der wenigen zentralen Orte für die Ausbildung blinder und sehbehinderter Menschen in NRW, sensibilisiert im Juli und August 2008 für die Belange blinder Menschen und stellt zudem den barrierefreien Umbau des Bahnhofes in den Fokus.

Als Flächenkommune in der stark profilierten Topografie des Sauerlandes steht Sundern vor besonderen verkehrlichen Herausforderungen. Unter dem Motto „Sta(d)ttParkplätze – Sundern lebt Natur!“ greift die Stadt die Problematik der innerstädtischen Parkflächen auf und schafft kreative Möglichkeiten der Umgestaltung.

Durch das Projekt „TransferRäume – Wesel verbindet!“ sollen im September innerstädtische Räume entstehen, die durch den Transfer von Wissen, Emotionen, Erfahrungen und Informationen geprägt sind und zugleich zur dauerhaften, generationenübergreifenden Nutzung zentraler Wegeverbindungen animieren.

Unter dem Motto „15 Orte bilden 1 Stadt!“ nimmt Winterberg mit seinen 14 Ortsteilen von Juli bis Oktober 2008 die regionale Mobilität und Erreichbarkeit ins Visier und offeriert neue attraktive Servicemaßnahmen für Bürger und Gäste.

„(W)ORTE BEWEGEN“ heißt es von August bis Oktober in Schöppingen, Horstmar und Laer. Der interkommunale Zusammenschluss der westmünsterländischen Kommunen stellt die vielfältige ökonomische und kulturelle Bedeutung der Wege im ländlichen Raum und ihre Veränderungen im historischen Kontext heraus.

 


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