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12.05.2022 | Ministerium, Verkehr, Presse, Service: Höhere Aufenthaltsqualität, nachhaltigere Fortbewegung: Lage macht den „Fußverkehrs-Check 2022“

Es ist die einfachste und umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt – deshalb soll das Zufußgehen in Lage nun mehr Aufmerksamkeit bekommen. Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Lage vom Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als eine von zwölf Kommunen ausgewählt. Dazu hat Verkehrsministerin Ina Brandes dem Bürgermeister Matthias Kalkreuter am Donnerstag, 12. Mai 2022, persönlich gratuliert und ihm die Teilnahme-Urkunde übergeben.

„Zufußgehen hält fit und ist gut fürs Klima“, so Verkehrsministerin Ina Brandes. „Um sicher und bequem zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen zu gehen, brauchen wir fußgängerfreundlich gestaltete Wege und Plätze. Mit den Fußverkehrs-Checks unterstützen wir Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen dabei, Fußwege attraktiver und sicherer zu machen. Ich freue mich, dass jetzt auch Lage unser Angebot annimmt. Gemeinsam sorgen wir für eine höhere Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land.“

Bürgermeister Matthias Kalkreuter: „Als Schnittpunkt von zwei Bahnstrecken und zwei Bundesstraßen haben Verkehr und Mobilität seit jeher eine große Bedeutung in Lage. Mit dem Fußverkehrs-Check nehmen wir die schwächsten Verkehrsteilnehmer in den Blick und leisten damit einen Beitrag zur Verkehrswende.“

Gemeinsamer Einsatz für Fußgänger
Das Prinzip der Fußverkehrs-Checks ist einfach: Die Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – vor Ort haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen an einem gemeinsamen Beispiel zu diskutieren.

Wo befinden sich Gefahrenstellen, wo hapert es an der Barrierefreiheit, wo haben die Gehwege eine unzureichende Qualität oder wo gibt es Schwierigkeiten beim Überqueren einer Straße? Durch den Austausch zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerinnen und Bürgern von Kindern bis zu Seniorinnen und Senioren kann so auch die Beteiligungskultur gestärkt werden. Es folgt eine Stärken-Schwächen-Analyse sowie die Erstellung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten, die gemeinsam von Bürgern und Experten erarbeitet werden. Die verschiedenen Etappen werden von einem Planungsbüro begleitet, das die Veranstaltungen moderiert, die Themen bündelt und die Ergebnisse zusammenfasst. Zum Abschluss bekommt jede teilnehmende Kommune eine Auswertung und Handlungsempfehlung. Die Umsetzung ist freiwillig, das Zukunftsnetz Mobilität NRW berät die Kommunen auf Wunsch zur Generierung möglicher Fördermittel.

Konkrete Pläne in Lage
Für Lage, das seit November 2020 Mitglied des Zukunftsnetzes Mobilität ist, zählt nachhaltige Mobilität zu den wichtigsten Themen. Darum möchte die Stadt nun mit Hilfe der Fußverkehrs-Checks die Belange der Fußgängerinnen und Fußgänger stärker in den Fokus rücken. Insbesondere die Themen Barrierefreiheit und gute Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs spielen in der Stadtplanung eine große Rolle. Im Jahr 2016 wurden der Bahnhof und das Bahnhofsumfeld bereits neu und barrierefrei gestaltet. Seit 2020 bietet die Stadt zusammen mit der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe einen barrierefreien On-Demand-Verkehr (den LIMO-Service) an, der sich an den Fahrtwünschen der Lagenser orientiert. Schwerpunkte beim Fußverkehrs-Check sollen die Verbindungen zum Schul- und Sportzentrum Werreanger, zur Innenstadt und zum Bahnhof sein. Auch der Fußweg zum neue Bürgerpark soll verbessert werden.

Hintergrund
Die „Fußverkehrs-Checks NRW“ sind ein Angebot des Zukunftsnetzes Mobilität NRW, dem landesweiten Unterstützungsnetzwerk für nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Das Verkehrsministerium und das Zukunftsnetz Mobilität NRW bieten den Mitgliedskommunen 2022 im vierten Jahr in Folge die Fußverkehrs-Checks an. 32 Kommunen hatten sich landesweit beworben, zwölf bekamen den Zuschlag. Für die Gewinner des Wettbewerbs ist der gesamte Check kostenlos, er wird vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert.


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