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08.07.2021 | Ministerium, Verkehr, Presse, Service: Bahnknoten Köln soll digital werden: DB startet Machbarkeitsstudie

Die Deutsche Bahn (DB) plant die Digitalisierung eines der größten und am meisten befahrenen Eisenbahnknoten Deutschlands: Digitale Leit- und Sicherungstechnik soll zukünftig für deutlich leistungsfähigere Schienen im Bahnknoten Köln sorgen. So sollen mindestens drei S-Bahn-Züge pro Stunde und Richtung zusätzlich über das Nadelöhr Hohenzollernbrücke fahren, die Züge werden zudem zuverlässiger und pünktlicher. Für das Vorhaben startet die DB jetzt eine Machbarkeitsstudie, die der Bund mit bis zu 800.000 Euro finanziert. Zu den Initiatoren des Projekts gehören das Land Nordrhein-Westfalen sowie der Zweckverband Nahverkehr Rheinland.

Ronald Pofalla, DB-Infrastrukturvorstand: „Die Digitale Schiene Deutschland kommt weiter voran. Mit der Machbarkeitsstudie öffnen wir heute das erste Kapitel. Der Eisenbahnknoten Köln mit seinen täglich über eine halbe Million Pendlerinnen und Pendlern soll mit modernster Leit- und Sicherungstechnik ausgerüstet werden – neben Stuttgart als eine der ersten Metropolregionen in Deutschland. Wir erhöhen die Zahl der Züge und machen sie pünktlicher.“

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Der Schienenverkehr in Deutschland soll unter anderem aus Klimaschutzgründen deutlich gestärkt und zuverlässiger werden. Die Digitale Schiene Deutschland leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag und macht die Bahn fit für die Zukunft. Köln ist einer der am stärksten belasteten Knoten im Netz. Mit seiner Digitalisierung kann er leistungsfähiger und weniger anfällig für Störungen werden. Durch die vom Bund mit bis zu 800.000 Euro finanzierte Machbarkeitsstudie sollen die genauen Digitalisierungsoptionen ermittelt werden. So gehen wir, gemeinsam mit der DB AG, dem Land Nordrhein-Westfalen und dem NVR, den ersten Schritt in die digitale Zukunft des Knotens Köln.“

Hendrik Wüst, Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen: „Wir haben die Verantwortung angenommen, der nächsten Generation ein klimaneutrales Land zu hinterlassen, das als Industrieland auch Wohlstand und soziale Sicherheit garantiert und in dem Mobilität nicht zur neuen sozialen Frage wird. Mobilität muss besser, sicherer und sauberer werden und sie muss auch in Zukunft für jeden erschwinglich sein. Damit wir unsere Ziele in der Mobilität erreichen, muss Deutschland wieder Bahnland werden. Dazu nutzen wir die Chancen der Digitalisierung auch am neuralgischen Bahnknoten Köln. So schaffen wir mehr Kapazität, mehr Zuverlässigkeit, höhere Effizienz und mehr Klimaschutz. Zusammen mit der neuen Westspange sorgen Bund, DB und Land damit für bessere, sichere und saubere Mobilität.“

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR): „Jeder Baustein auf dem Weg hin zu einem leistungsstarken Knoten Köln ist wichtig. Wir freuen uns daher sehr, dass wir durch die Digitalisierung einen weiteren Schritt in Richtung leistungsfähigen und ertüchtigten Knoten machen und damit unseren Fahrgästen zusätzliche Kapazitäten anbieten können. Nun hoffe ich auf eine schnelle Umsetzung der dringend notwendigen Infrastrukturmaßnahmen.“

Die Machbarkeitsstudie beschäftigt sich mit der Stammstrecke der S-Bahn sowie wichtigen Zubringerstrecken im Großraum Köln. Ziel ist es, künftig alle Strecken in diesem Bereich über Digitale Stellwerke zu steuern. Zudem betrachtet die Studie die notwendige Fahrzeugausrüstung, um hochautomatisiertes Fahren zu ermöglichen. Die Studie soll bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Erwartet wird ein Meilensteinplan für die Umrüstung von Infrastruktur und Fahrzeugen auf digitale Technologien, wodurch der Zugverkehr auf der Strecke erhöht wird, ohne neue Schienen zu bauen.

Die Machbarkeitsstudie ergänzt die bestehenden Planungen aus dem Starterpaket Digitale Schiene Deutschland, wie zum Beispiel die ETCS-Ausrüstung der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main.

Pressekontakt:
matthias.kowalski@vm.nrw.de  Tel. 0211/3843-1022

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 3843-0.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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