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14.10.2020 | Ministerium, Verkehr, Presse, Service: Landesweites Azubi-Ticket ist Erfolg für Azubis und Unternehmen

Ein Jahr bessere Mobilität für Azubis über die Tarifgrenzen hinweg

Mehr als 15.000 Auszubildende sind in Nordrhein-Westfalen mit dem Monatsticket „NRWupgradeAzubi“ im ÖPNV auch über die Tarifgrenzen der Verkehrsverbünde hinaus mobil. Nach einem starken Start mit direkt 5000 verkauften Tickets sind die Zahlen der landesweiten Azubi-Tickets auf gut das Dreifache angestiegen.

„Mit dem Azubi-Ticket machen wir Auszubildende in ganz Nordrhein-Westfalen mobil – und zwar über Verbundgrenzen hinweg! Diese Mobilitäts-Flatrate ist gut für die Azubis und für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen, denn Ausbildung darf nicht an den Tarifgrenzen der Verkehrsverbünde scheitern,“ sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Dass das landesweite Azubi-Ticket so ein Erfolg ist, freut mich persönlich und bestätigt uns in unserem Ziel.“

Pünktlich zum Beginn des vergangenen Ausbildungsjahres – im August 2019 – hatten die Verkehrsverbünde das Upgrade-Ticket mit maßgeblicher Beteiligung und Förderung des Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen eingeführt. Rund ein Jahr später tauschten sich Verkehrsminister Hendrik Wüst, Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer der IHK NRW, Hans Hund, Präsident des Handwerkskammertages NRW, und Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, mit Auszubildenden sowie Ausbildern über ihre Erfahrungen mit dem landesweiten Azubi-Ticket aus.

Auszubildende Sophie Pösentrup: „Das landesweite Azubi-Ticket bedeutet für mich Freiheit und Unabhängigkeit – auch ohne eigenes Auto. Das Ticket ist echt Gold wert – für meinen Weg zur Arbeit von Münster nach Düsseldorf, aber auch in der Freizeit!“

Regionale Azubi-Tickets der Verkehrsverbünde gibt es in Nordrhein-Westfalen bereits seit längerem. Seit gut einem Jahr bieten die Verkehrsverbünde AVV, VRR und VRS sowie die Westfalentarif GmbH das NRWupgradeAzubi an, mit dem Auszubildende für 20 Euro zusätzlich im Monat über alle Verbundgrenzen hinweg mobil sein können. Möglich wurde das Angebot durch eine Förderung des Landes. Ziel ist es, dass beispielsweise junge Menschen aus dem Münsterland, die – wie Sophie Pösentrup – eine Ausbildung in Düsseldorf absolvieren, günstiger zu ihrem Betrieb kommen. Bislang war es komplizierter und teurer. Das NRWupgradeAzubi ist auch in der Freizeit und am Wochenende nutzbar.

Nach einem Jahr zeigt sich, das landesweite Azubi-Ticket ist ein Erfolg – für Azubis und Unternehmen. Denn günstige und unkomplizierte Mobilitätsangebote sind ein wichtiges Kriterium bei der Wahl eines Ausbildungsbetriebes.

Im Wettbewerb um die Nachwuchskräfte legen sich die Unternehmen immer stärker ins Zeug. Mit kostengünstigen Mobilitätsangeboten punkten Arbeitgeber bei jungen Menschen, ist IHK NRW Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Mittelstädt überzeugt: „Auszubildende pendeln immer häufiger zwischen Wohnort, Ausbildungsplatz und Schule. Ausbildungsbetriebe können ihnen finanzielle Unterstützung für ein Azubi-Ticket plus NRWupgrade anbieten und so motivierten Fachkräftenachwuchs gewinnen. Das Azubi-Ticket ist ein starkes Symbol für die Attraktivität der beruflichen Bildung.“

Im landesweiten Wettbewerb um die besten Auszubildenden ist das NRWupgradeAzubi ein Vorteil für Unternehmen: Hans Hund, Präsident des Handwerkskammertages NRW: „Wir freuen uns, dass Nordrhein-Westfalen im Bereich der Mobilität, den Weg der Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung eingeschlagen hat. Das Azubi-Tticket bietet eine große Chance für Unternehmen, sich für Auszubildende noch attraktiver aufzustellen. Wir ermutigen unsere Betriebe, das Ticket zu nutzen und wissen, dass viele Unternehmen ihre Auszubildenden dabei unterstützen.“
Die Kostenbeteiligung oder -übernahme für das regionale Azubi-Ticket und das NRWupgradeAzubi sind für die Unternehmen vollständig als Betriebsausgaben absetzbar.

Der Präsident der Dachorganisation Handwerk.NRW, Andreas Ehlert: „Verkehrspolitik besteht eben nicht nur aus Beton, Asphalt, und Stahl. Der Erfolg des Azubi-Tickets macht noch etwas anderes klar: Verkehrspolitik hat eine eminent wirtschaftspolitische und sozialpolitische Funktion. Mobilität ist eine massive Standortfrage für unser Land. Mobilität ist auch eine entscheidende soziale Frage in unserer Zeit. Und darauf gibt das Azubi-Ticket eine überzeugende Antwort.“

Hintergrund:
Das landesweite NRWupgradeAzubi kann für 20 Euro als Zuschlag auf Azubi-Tickets erworben werden, die verbundweit in den Verkehrsverbünden Rhein-Ruhr (VRR), Rhein-Sieg (VRS), dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) oder im Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) gültig sind. Diese liegen zwischen 60,70 Euro und 62 Euro im Monat. Mit den Verkehrsverbünden wurde vereinbart, dass das landesweite Zuschlagsticket bis Ende Juli 2023 nicht teurer wird. Das Land fördert das Azubi-Ticket jährlich mit insgesamt rund neun Millionen Euro.

Der Zuschuss zum Ticket ist für die Arbeitgeber als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar. Azubis müssen Zuschüsse oder die komplette Übernahme der Kosten durch die Ausbildungsbetriebe nicht als geldwerten Vorteil versteuern, wenn der Arbeitgeber den Zuschuss freiwillig leistet.

Im Vergleich zu den bisherigen Preisen werden die Wegekosten für die Azubis halbiert. Ein verbundübergreifendes Ticket hat vor Einführung des NRWupgradeAzubi im Schnitt 160 Euro gekostet. Im Gegensatz zum Semesterticket für Studierende, das über den Semesterbeitrag gezahlt wird, ist das landesweite Azubi-Ticket freiwillig.

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 3843-0.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Verkehr, Telefon 0211 3843- 1020 (miriam.beutner@vm.nrw.de ).

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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