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07.01.2020 | Ministerium, Verkehr, Presse, Service: Erstmals in Nordrhein-Westfalen: Innovatives Schutzwandsystem macht Platz und verhindert Stau in der Autobahnbaustelle

Erstmals in Nordrhein-Westfalen kommt das so genannte „Quick Change Moveable Barrier-/ Road-Zipper System“, kurz „QMB/ Road Zipper“ zum Einsatz. Auf der Autobahn A 535 wird der QMB/ Road Zipper ab März 2020 in einer Baustelle die Schutzwand zum Gegenverkehr um einen kompletten Fahrstreifen auf der Autobahn verschieben. So stehen jeweils in derjenigen Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen zur Verfügung, wo der meiste Verkehr ist.

Der QMB/ Road Zipper ermöglicht die wechselseitige Freigabe eines zweiten Fahrstreifens pro Fahrtrichtung in Abhängigkeit von der Verkehrsstärke und kann dies schneller, als es mit den bisherigen Methoden möglich war. Er verschiebt die komplette Fahrbahntrennung im Vorbeifahren und gibt so jeweils den zweiten Fahrstreifen für eine Fahrtrichtung frei. Die Methode schafft eine höhere Leistungsfähigkeit in der Baustellen-Verkehrsführung und bietet mehr Sicherheit für Verkehrsteilnehmer und Baustellenpersonal.

Der Bund stellt die rund zwei Millionen Euro für den Betrieb des neuen innovativen Großgerätes zur Verfügung. „Wir nutzen die Chancen dieser neuen Technik, um trotz Rekordinvestitionen in alle Infrastrukturen den Verkehr so gut wie möglich fließen zu lassen. Das entlastet die vielen Pendler“, sagt Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Zwischen Velbert und Wuppertal wird auf der A 535 die Talbrücke „Am Putschenholz“ neu gebaut. Die Brücke besteht aus zwei Teilbauwerken, davon eins pro Fahrtrichtung. Als ehemalige Bundesstraße (B 224) hat die A 535 nur eine geringe nutzbare Fahrbahnbreite von zehn Metern je Fahrtrichtung. Für eine Baustellenverkehrsführung mit Beibehaltung aller vier Fahrstreifen reicht diese Breite nicht aus. Der Platz auf der verbleibenden Brückenhälfte lässt nur drei Behelfs-Fahrstreifen zu.

Rund 40.000 Fahrzeuge nutzen täglich die A 535, verteilen sich aber zeitlich ungleichmäßig. Morgens ist die Spitzenbelastung in Fahrtrichtung Wuppertal/Düsseldorf, nachmittags in Fahrtrichtung Velbert/Essen. Der Verkehr ist jeweils so stark, dass er auf einem Behelfsfahrstreifen nicht zu bewältigen wäre und es ohne den Richtungswechselbetrieb zu Rückstaus käme.

Das Foto in voller Auflösung finden Sie hier.
Abdruck frei: Quelle: VM/ AVT-Consult GmbH

Pressekontakt: Leonie.Molls@vm.nrw.de, Tel. 0211-3843-1042


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