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25.09.2019 | Ministerium, Verkehr, Presse, Service: Land fördert vernetzte Mobilität. Verkehrsminister Wüst übergibt Förderbescheide für Mobilstationen im Rhein-Erft-Kreis und in Nordkirchen

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat zwei Förderbescheide für die Konzeption und Errichtung von Mobilstationen übergeben. 50.600 Euro erhielt der Rhein-Erft-Kreis, der mit dem Geld eine Konzeption zur Errichtung von Mobilstationen bezahlt. Landrat Michael Kreuzberg nahm gestern (Mi 25.09.) den Förderbescheid von Verkehrsminister Hendrik Wüst entgegen.

Bereits über das Planungsstadium hinaus ist die Gemeinde Nordkirchen. Dort sollen vier Mobilstationen und eine Mobilitätszentrale errichtet werden. Den Förderbescheid in Höhe von 558.013 Euro nahmen Bürgermeister Dietmar Bergmann, Fachbereichsleiter Josef Klaas und Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann entgegen.

"Seit Anfang Juni ist unsere neue Richtlinie zur Förderung der Vernetzten Mobilität und des Mobilitätsmanagements in Kraft. Damit unterstützen wir kommunale Vorhaben, die die Vernetzung der Verkehrsmittel fördern und damit neue Mobilitätsoptionen oder vorhandene Strukturen effizienter nutzbar machen“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Im Rhein-Erft-Kreis wurden für die Entwicklung eines Konzeptes zur Errichtung von Mobilstationen zunächst geeignete Standorte identifiziert. Jetzt geht es darum, die verkehrlichen Bedürfnisse an den einzelnen Standorten zu untersuchen, um die Mobilstationen passgenau für die jeweilige örtliche Situation planen zu können. Die Art der Besiedlung an den einzelnen geplanten Standorten und die Qualität der bereits vorhandenen Verkehrsangebote werden analysiert. Landrat Michael Kreuzberg: "Der Kreis hat im Rahmen des Stadt-Umland-Netzwerks gemeinsam mit seinen 10 kreisangehörigen Kommunen, Köln, Dormagen und Rommerskirchen über 130 Orte identifiziert, die wir als Standorte von Mobilstationen aufwerten möchten. Sobald die optimalen Anpassungen für jeden Standort analysiert sind und die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen, sollen die ersten Umbaumaßnahmen möglichst schon 2020 begonnen werden. Von diesen Planungen werden über 600.000 Menschen unmittelbar profitieren."

Die Gemeinde Nordkirchen plant die Errichtung von insgesamt vier Mobilstationen in den drei Ortsteilen Nordkirchen, Südkirchen und Capelle sowie am Bahnhof Capelle. Die Errichtung der Stationen soll in Modulform erfolgen, sodass zunächst nur eine Hülle für verschiedene Nutzungsformen (z.B. Bikesharing, E-Roller, Carsharing) errichtet wird; der Betrieb der einzelnen Angebote wird per Betreibervertrag ausgeschrieben. Die Mobilitätszentrale soll unmittelbar neben der Tourismuszentrale entstehen. Besucher der Gemeinde bekommen so neben einem Überblick über die Sehenswürdigkeiten auch direkt eine Beratung zu den Mobilitätsangeboten.

Die Ortsteile der Gemeinde Nordkirchen sind etwa sechs Kilometer voneinander entfernt, der Ortsteil Nordkirchen übernimmt Versorgungsfunktionen für die anderen Ortsteile. Durch das Schloss Nordkirchen besteht touristischer und auch studentischer Verkehr, da im Schloss die Ausbildungseinrichtung der Finanzverwaltung mit etwa 1.200 Studierenden pro Jahr angesiedelt ist. Bürgermeister Dietmar Bergmann: „Die Verknüpfung der Ortsteile mit dem Bahnhof und dem Schloss soll im Rahmen des Reallabors Münsterland modellhaft aufzeigen, wie Mobilität im ländlichen Raum zukunftsweisend für alle Bevölkerungsgruppen organisiert werden kann.“ Das Projekt soll in diesem und im kommenden Jahr realisiert werden.

Die Förderrichtlinie des Landes zielt auf vier Fördergegenstände: Mobilitätskonzepte und Studien, Maßnahmen zur Digitalisierung, Mobilstationen und andere Infrastrukturen sowie Mobilitätsmanagement. Die zu fördernden Maßnahmen werden künftig in Jahresprogrammen gebündelt. Interessierte Kommunen können ihre Projektanträge für das Jahr 2020 noch bis zum 30.09.2019 bei den jeweiligen Bezirksregierungen einreichen, die auch eine vorherige Beratung anbieten, um eine Förderfähigkeit zu prüfen.


Hinweis: Fotos von der Übergabe der Förderbescheide finden Sie hier (Passwort: Herbst2019) zum Download (Quellenangabe: VM/Mark Keppler)

Pressekontakt: bernhard.meier@vm.nrw.de, Tel. 0211-3843-1013


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