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Straßenbau

Mineralische Abfälle

In Nordrhein-Westfalen fallen bei industriellen Prozessen und in der Bauwirtschaft große Mengen an mineralischen Stoffen an, die als Wertstoffe z. B. im Straßenbau wiederverwertet werden können.

Für die öffentlich-rechtlichen Träger der Baulast (Straßenbauverwaltungen des Landes, der Kreise, Städte und Gemeinden) gelten die Erlasse beim Einsatz güteüberwachter mineralischer Stoffe unmittelbar.

In anderen Fällen (Firmen, private Bauherren etc.) ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich, wobei die Anforderungen analog gelten. Die Erlaubnis ist bei der Unteren Wasserbehörde (Kreis oder kreisfreie Stadt), in deren Zuständigkeitsbereich die Baumaßnahme durchgeführt wird, zu beantragen.

Hinweise für die Anwendung geben Ihnen die Leitfäden

Produktion und Verwendung von güteüberwachten Recycling-Baustoffen im Straßen- und Erdbau in
Nordrhein-Westfalen

Eisenhüttenschlacke: Wertvoller Rohstoff für einen nachhaltigen Verkehrswegebau in Nordrhein-Westfalen

Die Mindestvorgabe der produkt- und gesteinsneutralen Ausschreibung gem. Abschn. 6.1 des o. a.  Leitfadens, dient der Förderung des Einsatzes von Ersatzbaustoffen bei technischer Gleichwertigkeit sowie gegebener Umweltverträglichkeit güteüberwachter Ersatzbaustoffe im Sinne der Kreislaufwirtschaft und der Schonung natürlicher Ressourcen.

Zu beachten ist der Erlass des Umweltministeriums vom 6. September 2005 zur "Ausschreibungen von mineralischen Stoffen bei öffentlichen Baumaßnahmen".

Der Leitfaden kann für die übrigen in den Gemeinsamen Runderlassen geregelten Industriellen Nebenprodukten sinngemäß angewendet werden.

Die Ministerien für Umwelt und Verkehr des Landes NRW haben mit den sogenannten "Verwertererlassen" die Anforderungen an die Verwertung in NRW festgelegt. Die Güteüberwachung von mineralischen Stoffen im Straßen- und Erdbau ist geregelt im Gem.RdErl. d. Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr - VI A 3 - 32-40/45 - und des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz IV - 3 - 953-26308 - IV - 8 - 1573-30052 - v. 9.10.2001.


Ergänzend ist folgendes geregelt:

Anforderungen an den Einsatz von mineralischen Stoffen aus Bautätigkeiten (Recycling-Baustoffe) im Straßen- und Erdbau im Gem.RdErl. d. Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz IV - 3 - 953-26308 - IV - 8 - 1573 - 30052 - u. d. Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr - VI A 3 - 32-40/45 - v. 9.10.2001

Recycling-Baustoffe werden nach ihren wasserwirtschaftlichen Merkmalen in eine bessere Qualität (RCL I) und eine schlechtere Qualität (RCL II) unterschieden.

Anforderungen an den Einsatz von mineralischen Stoffen aus industriellen Prozessen im Straßen- und Erdbau im Gem. RdErl. d. Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz IV - 3 - 953-26308 - IV - 8 - 1573-30052 - u. d. Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr - VI A 3 - 32-40/45 - v. 9.10.2001

Für folgende mineralische Stoffe werden hier Regelungen getroffen:

  • LDS  LD-Schlacke aus der Erzeugung von Massen- und  Qualitätsstählen
  • EOS  Elektroofenschlacke aus der Erzeugung von
  •  Massen- und Qualitätsstählen
  • HOS  Hochofenstückschlacke
  • HS  Hüttensand
  • SFA  Steinkohlenflugasche aus Trocken- und Schmelzfeuerung
  • SKA  Kesselasche aus Steinkohlenfeuerung
  • WB I  Waschberge aus der Steinkohlengewinnung mit geringerer  Salzbelastung
  • WB II  Waschberge aus der Steinkohlengewinnung mit höherer  Salzbelastung
  • GRS  Gießereirestsand
  • GKOS  Gießerei-Kupolofenschlacke

Anforderungen an die Güteüberwachung und den Einsatz von Hausmüllverbrennungsaschen im Straßen- und Erdbau im Gem. RdErl. d. Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz IV - 3 - 953-26308 – IV – 8 – 1573-30052 - u. d. Ministeriums für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr- VI A 3- 32-40/45 - v. 9.10.2001

Die Hausmüllverbrennungsaschen werden nach ihren wasserwirtschaftlichen Merkmalen in bessere Qualität (HMVA I) und schlechtere Qualität (HMVA II) unterschieden.

Anforderungen an die Güteüberwachung und den Einsatz von Metallhüttenschlacken im Straßen- und Erdbau im Gem. RdErl. d. Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz IV - 3 - 953-26308 – IV – 8 – 1573-30052 - u. d. Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung - III A 3 - 32-40/45 – v. 14.9.2004

Metallhüttenschlacken, d.h. Schlacken aus der Erzeugung von Nichteisenmetallen sind im Sinne dieses Erlasses:

  • ZNWS Wälzschlacke aus der Entzinkung
  • CRS  Stückschlacke aus der Ferrochromerzeugung
  • CUS Stückschlacke aus der Kupfererzeugung
  • CUG  Schlackengranulat aus der Kupfererzeugung
  • ZNG Schlackengranulat aus der Zinkerzeugung
  • PBG  Schlackengranulat aus der Bleierzeugung.

Hinweise zur Probenahme und Analyse von güteüberwachten mineralischen Stoffen enthält das Merkblatt des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: "Analyseverfahren für die Untersuchung von güteüberwachten mineralischen Stoffen für die Verwertung im Straßen- und Erdbau"

Der Erlass des Verkehrsministeriums vom 29. November 2013 zu "Testate für Ersatzbaustoffe " ist von den in NRW anerkannten RAP Stra Prüfstellen zu beachten.

Download Erlass vom 29.11.13

Download Hinweise zum Ausfüllen der Testate vom 18.9.14

 

Die Veröffentlichung der in NRW güteüberwachten Ersatzbaustoffe erfolgt im Heft „Güteüberwachung im Straßenbau NRW“ und auf dieser Internetseite.

Testat für einen güteüberwachten Ersatzbaustoff zur Herstellung von Schichten ohne Bindemittel im Straßenbau NRW

Testat für einen güteüberwachten Ersatzbaustoff im Erdbau des Straßenbaus NRW

 


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