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Stadt der Vielfalt

Stadtumbau West

Der demographische und wirtschaftsstrukturelle Wandel stellt viele Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen vor die Herausforderung, sich erstmals mit den Folgen von Stagnation, Nachfragerückgang und Schrumpfung als dauerhaften Phänomen auseinandersetzen zu müssen. Dies erfordert in der Stadtentwicklung ein Umdenken - von der wachsenden zur schrumpfenden Stadt.

Bauliche und räumliche Strukturen an Veränderungen anpassen

Einzelhandels- und Wohnungsleerstände, Trading-Down-Effekte in den Zentren, nicht mehr bedarfsgerechte Infrastruktureinrichtungen sowie Brachflächen verdeutlichen den besonderen Handlungsbedarf. Mit dem Förderprogramm "Stadtumbau West" werden deshalb Kommunen, die aufgrund rückläufiger Entwicklungen von städtebaulichen Funktionsverlusten betroffen sind, bei der Anpassung ihrer baulichen und stadträumlichen Strukturen an die Veränderungen von Bevölkerung und Wirtschaft unterstützt. Dabei sollen Stagnation und Schrumpfung auch als Chance verstanden und neue Impulse für zukunftsorientierte Entwicklungen gesetzt werden.

Stadtumbau West ist ein integratives Programm: Es verknüpft die Anliegen von Städtebau und Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung, Sozial- und Umweltpolitik miteinander, um lokale Potenziale weiterentwickeln und neue Qualitäten schaffen zu können. Dabei kommt es neben der Kombination mit anderen Förderprogrammen auch darauf an, private Investitionen sowie bürgerschaftliches Engagement für die erforderlichen Aufwertungs- und Anpassungsprozesse zu aktivieren und einzubinden.

Programm für innerstädtische Quartiere und Brachflächen von Gewerbe, Militär und Bahn

Seit dem Start des Stadtumbauprogramms im Jahr 2004 hat das Land bis 2014 rund 327 Millionen Euro für ca. 100 Stadtumbaugebiete in 60 Städten zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Mitteln des Bundes und der Kommunen sind in dieser Zeit rund 708 Millionen Euro in die Quartiere investiert worden. Fördergebiete sind innerstädtische Quartiere mit gravierenden Funktionsverlusten und Leerständen sowie Brachflächen von Gewerbe, Militär und Bahn. Regionale Schwerpunkte liegen derzeit im Ruhrgebiet, in Teilen des Sauer- und Siegerlandes, aber auch in der Region des Bergischen Städtedreieckes.

Die an dem Programm Stadtumbau West partizipierenden Kommunen sind in dem Kooperationsverbund Innovationsagentur Stadtumbau NRW organisiert und stellen so den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer sicher.

Weiterführende Informationen:

Dorsten Wulfen Barkenberg
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