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Förderung und Instrumente

Flächenmanagement

Die Flächenpolitik ist ein Schwerpunktthema der Landesregierung. Im Fokus steht dabei, industrielle Altstandorte aufzubereiten und neue Nutzungen für nicht mehr notwendige Verkehrsflächen und Verteidigungsliegenschaften zu finden.

Grundstücksfonds – NRW.URBAN

Über das Instrument des Grundstücksfonds Nordrhein-Westfalen wurden seit dem Jahr 1980 2.668 Hektar ehemals gewerblich genutzte Standorte erworben und in Abstimmung mit den Kommunen entwickelt. Auf diese Weise konnten inzwischen 2.185 Hektar Fläche nach umfassender Herrichtung an neue Nutzer für Wohn-, Gewerbe- und Freizeitzwecke weiterverkauft werden. Der noch übrige Flächenbestand von derzeit rund 483 Hektar wird kontinuierlich abgearbeitet.

Konversionsstandorte

Die politische Integration Europas hat auch die Aufgabe militärischer Standorte nach sich gezogen. Nicht mehr benötigte Kasernenanlagen oder militärischen Freiflächen sind ein hervorragendes Flächenpotenzial für neue Gewerbe- oder Wohnstandorte, für Freizeiteinrichtungen und Sportstätten. Oft sind die vorhandenen Gebäude vollständig intakt und können sofort neu genutzt werden. Meistens sind sie hervorragend an die lokale Infrastruktur und die überregionalen Verkehrswege angebunden. Die Entwicklung dieser Standorte ist grundsätzlich im Rahmen der vorhandenen Programme und Fördermaßnahmen der Stadtentwicklung des Landes möglich.

Neue Ideen für Bahnflächen und Bahnhöfe - Vorbild BahnflächenEntwicklungsGesellschaft (BEG)

Als erstes Bundesland hat Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG eine Gesellschaft zur städtebaulichen Entwicklung von Bahnflächen gegründet. Dies ist ein wichtiger Baustein, um die Innenentwicklung der Städte und Gemeinden voranzutreiben. Die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft entwickelt und vermarktet für die DB alle entbehrlichen Bahnflächen in inzwischen 240 nordrhein-westfälischen Kommunen. Die kooperativ betriebene Flächenentwicklung hat die Blockade bei der städtebaulichen Mobilisierung von Bahnbrachen aufgelöst und ist Vorbild für neue Kooperationsformen zwischen Bahn und Kommunen auch in anderen Bundesländern.

Bahnflächenentwicklung - Forum Bahnflächen NRW

108 vorwiegend kommunale Mitglieder hatten sich im Jahr 2000 im Forum Bahnflächen NRW zusammengeschlossen. Gleichberechtigt neben den Kommunen waren auch die Deutsche Bahn AG (DB), das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) und das Land Nordrhein-Westfalen (MWEBWV) vertreten. Gemeinsam war es in diesem Rahmen erstmals gelungen, die Sprachlosigkeit zwischen Kommunen und DB bei der Aktivierung nicht mehr benötigter Bahnflächen für die Stadtentwicklung zu überwinden. Entstanden sind innovative und übertragbare Lösungen für die rechtlichen, technischen und planerischen Besonderheiten der Bahnflächenentwicklung, die bundesweit Standards setzten und verbindliche Vorgaben schafften. Das Forum Bahnflächen NRW hat die Grundlage geschaffen für die Kooperation zwischen Land, Städten und DB. Es fungierte als zentrale Informationsplattform rund um die Bahnflächenentwicklung. Im Rahmen der Erweiterung der BEG-Zuständigkeit auf nunmehr 240 Kommunen inkl. Übernahme der Beratungsleistungen wurde das Forum nach 14 Jahren erfolgreicher Arbeit im Jahr 2014 eingestellt.

Baulandmanagement

Im Forum Baulandmanagement NRW sitzen zahlreiche Kommunen sowie Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft an einem Tisch, um über räumliche Konkurrenzsituationen hinweg über Baulandstrategien, Bestandsentwicklung bis hin zu den Folgen des demographischen Wandels auf diese Handlungsbereiche zu diskutieren. Als interdisziplinäres und kommunales Netzwerk ist der Wissenstransfer eine der Hauptaufgaben. Komplexe Fragestellungen werden in Arbeitsgruppen und Werkstattgesprächen vertieft und in Expertisen und Arbeitshilfen wissenschaftlich aufbereitet. Daran kann die Fachöffentlichkeit über Forumspublikationen, Zeitschriftenartikel, den Internetauftritt sowie Tagungen partizipieren.

Weiterführende Informationen:

Zeche Erin

MWBSV im Überblick


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