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Förderung und Instrumente

Städtenetz Soziale Stadt NRW

Ziel des Netzwerks

Im Städtenetz Soziale Stadt NRW kooperieren die Kommunen in NRW, in denen das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt - Investitionen im Quartier“ umgesetzt wird. Derzeit sind 32 Kommunen mit ca. 60 Stadtteilprojekten über freiwillige Kooperationsvereinbarungen angeschlossen. Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Landes, vor allem mit dem federführenden Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, ist Bestandteil des Konzeptes. Wissenschaftliche Einrichtungen und Institutionen gehören zum weiteren Kreis von fachlichen Unterstützern, um das Expertenwissen unmittelbar einbeziehen zu können.

Die Kommunen haben sich vorgenommen, den strukturierten Wissenstransfer der Projekt- und Stadtteilmanager untereinander organisatorisch, inhaltlich und personell kollegial zu ermöglichen. Damit können vorhandenes Erfahrungswissen den Beteiligten verfügbar gemacht werden, Anregungen für die eigene Arbeit gewonnen werden, Entwicklungsarbeit erspart und Kreativitätspotential erschlossen werden. Weitere Aufgabenstellungen sind die verbesserte Darstellung des Themas „Soziale Stadt“ in der öffentlichen Wahrnehmung, die Einbeziehung der Politik und die fachliche Fortentwicklung in der Programmumsetzung. 

Die  Qualitätsentwicklung, das Monitoring und das Controlling erhalten einen immer größeren Stellenwert in der Stadtteilentwicklung. Durch wissenschaftliche Begleitung der Aufgabenstellung und  Durchführung der landesweiten Evaluierung werden Erkenntnisse erfasst, ausgewertet und an die Akteure rückgekoppelt, neue Standards eigenverantwortlich gesetzt. Damit ist das Städtenetz Soziale Stadt NRW Teil des lernenden Systems „Soziale Stadt“.

 

Mitgliedskommunen des Netzwerks

Aachen, Ahlen, Baesweiler, Bonn, Brühl, Castrop-Rauxel, Detmold, Dinslaken, Dorsten, Dortmund, Düren, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Glad-beck, Hagen, Hamm, Iserlohn, Köln, Leverkusen, Lünen, Oberhausen, Ratingen, Remscheid, Rheine, Siegen, Solingen, Velbert, Viersen, Witten, Wuppertal

 

Inhalte und Arbeitsweise des Netzwerks

Die Aufgaben werden von der Geschäftsstelle in Essen wahrgenommen, die eng mit den StadtteilvertreterInnen, den Landesministerien und anderen Einrichtungen zusammenarbeitet. Die Finanzierung erfolgt über Kostenbeiträge der Mitgliedsstädte und Projektförderung durch das Land Nordrhein-Westfalen.

In monatlichen Sitzungen der kooperierenden Städte, mit regelmäßigen Besuchen und Vorträgen von Referentinnen und Referenten wissenschaftlicher Institute, Fachverbände oder Landesbehörden zur integrierten Stadtteilentwicklung und speziell zu den  Inhalten des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“, wird eine große Informationsdichte geboten und eine offene Gesprächsatmosphäre „über den kurzen Draht“ zwischen Kolleginnen und Kollegen ermöglicht.

Zusammenarbeit und Informationsaustausch finden statt über

  • Arbeitsgruppen, Projektbörsen und Workshops der Mitglieder
  • eigene Fach-Publikationen
  • übergreifende wissenschaftliche Begleitung und Beratung
  • Fortbildungsangebote
  • Stadtteilbesuche, Exkursionen und Studienreisen für die Mitglieder
  • öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, Tagungen, Messen, Ausstellungen, Durch-führung von Wettbewerben, Präsentation an Infoständen und im Internet.

Ein weiteres wichtiges Gemeinschaftsprojekt ist die durchgeführte Evaluierung  der verschiedenen Stadtteilkonzepte in übergreifenden Analysen und Fallstudien. Die Kommunen des Städtenetzes Soziale Stadt NRW haben sich zudem gemeinsam verpflichtet, eine Selbstevaluierung durchzuführen. Nach Festlegung der erforderlichen Indikatoren und der aufwendigen Lieferung der Datensätze durch die Statistikämter der beteiligten Städte liegen inzwischen  zwei Studien zu einheitlich ausgewerteten Kontextindikatoren für die Programmgebiete in NRW vor. Da neben der Typisierung von Gebieten nun auch Zeitreihen bearbeitet wurden, können auch Entwicklungsverläufe besser beobachtet werden. Systematische Analysen, Zielfindung und Evaluierung dienen zur weiteren Professionalisierung der Arbeit in den Stadtteilen und haben teilweise Eingang in die bundesweite programmbegleitende Evaluierung der Städtebauförderprogramme gefunden. Inhaltliche Positionspapiere des Städtenetzes Soziale Stadt NRW, Tagungsdokumentationen und Broschüren stellen gemeinsame Standpunkte der Mitgliedsstädte nach außen dar und informieren die Bürgerschaft und die Fachöffentlichkeit über die Ziele und Inhalte sowie die Arbeitsformen der Stadtteilentwicklung.

Zudem wird die Orientierung auf internationale Beziehungen auch für die Stadtteilentwicklung wichtiger - nicht nur hinsichtlich einer zunehmend europäischen Förderlandschaft. Daher hat das Städtenetz Soziale Stadt NRW in den letzten Jahren auch Kontakte zu ausländischen Kolleginnen und Kollegen geknüpft, um Fachkenntnisse über Resultate und Trends der Stadtteilentwicklung in ganz Europa zu erweitern. Studienfahrten nach Frankreich und in die Niederlande und die Mitarbeit in internationalen Arbeitskreisen wurden ins Arbeitsprogramm aufgenommen. Im Rahmen des EU-Programms URBACT, an welches das Städtenetz über die Aufnahme seiner Mitgliedsstadt Duisburg als „lead partner“ angeschlossen ist, wurde die gemeinsame Initiative „NRW – Fit für Europa“ umgesetzt.

Das Städtenetz Soziale Stadt NRW hat eine Anerkennung im bundesweiten Wettbewerb „Preis Soziale Stadt 2012“ erhalten.

 

Kontakt und weitere Informationen

Städtenetz Soziale Stadt NRW

c/o Stadt Essen, Amt für Stadterneuerung und Bodenmanagement, Rathenaustr. 2, 45127 Essen

(Leitung der Geschäftsstelle: Margarete Meyer)

Tel. 0201/88-68344

Fax. 0201/88-88403

E-Mail: staedtenetz@amt68.essen.de

Internet: www.soziale-stadt.nrw.de/kooperation_steuerung/netzwerke.php#staedtenetz

 

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