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Förderung und Instrumente

Flächenpool NRW

Ziel

Der Flächenpool NRW ist ein Instrument des Landes zur Stärkung der Innenentwicklung in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens. Er fördert die Aktivierung von Standorten, die ihre frühere Nutzung verloren haben oder hinter ihren Möglichkeiten zurück bleiben. Ziel ist es, die Kommunen darin zu stärken, Wohnraum- und Gewerbeflächen-Nachfrage prioritär auf brachgefallene Flächen zu lenken. Der Flächenpool NRW leistet eine umfassende Sachaufklärung zu Standorteigenschaften und Eigentümerinteressen. In kontinuierlichem Dialog mit den Kommunen und den Flächeneigentümern begleitet der Flächenpool NRW auf Wunsch die Perspektivenentwicklung bis zur umsetzungsreifen Standortstrategie.

Verfahren

Für die Verfahrensorganisation und -moderation in Rahmen des Flächenpools NRW steht den Städten und Gemeinden ein zentraler Projektsteuerer zur Seite, mit einem interdisziplinär besetzten Team seitens NRW.URBAN und der BEG NRW im Hintergrund.

Flächenpool-Verfahren Phasen

Das Verfahren gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Phasen:
In der Findungsphase wird der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit gelegt. Die zentralen Spielregeln des Verfahrens sowie die kooperativen Leistungen des Flächenpool NRW werden sowohl mit den Städten und Gemeinden wie auch mit den Flächeneigentümern erörtert. In der Qualifizierungsphase folgt die Klärung der Interessen, Erwartungen und Ziele sowohl der Kommune als auch der Eigentümer mit dem Ziel, konkrete, auf Konsens basierende Entwicklungsperspektiven zu formulieren. Die Bindungsphase schafft schließlich Klarheit über die städtebauliche und ökonomische Machbarkeit. Am Ende des Verfahrens steht die geregelte Umsetzung der vereinbarten Entwicklung durch die Kommune und den Eigentümer.

Pilotphase

Während einer zweijährigen Pilotphase wurde das Instrument in zehn Kommunen erprobt. An zwei Dritteln aller Standorte wurde die gewünschte Innenentwicklung erreicht bzw. angestoßen: Neue Nutzungen für die Brachflächenstandorte sind vereinbart und der Abriss bzw. die Neubebauung hat begonnen .

Es zeigte sich, dass eine vertragliche Bindung zur Kooperation in vielen Fällen gelingt: Auch Großeigentümer aus dem industriellen oder öffentlichen Bereich zeigten sich mitwirkungsbereit. So waren nach Beendigung der Pilotphase 41 Standorte mit insgesamt 170 ha bearbeitet.

Regelbetrieb

Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase startete im Frühjahr 2014 das erste Aufrufverfahren für den Flächenpool-Regelbetrieb, insgesamt 20 Kommunen wurden für die Teilnahme ausgewählt. Im zweiten Aufrufverfahren, das im Herbst 2014 stattfand, konnten weitere 12 Kommunen zur Teilnahme am Flächenpoolverfahren ausgewählt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden mit allen Kommunen Konsensvereinbarungen abgeschlossen. Derzeit befinden sich Flächen mit über 730 Hektar und über 800 Eigentümern im Verfahren.

Teilnahme

Alle Städte und Gemeinden NRW’s können sich mit Standortvorschlägen im Innenbereich um die Teilnahme am Flächenpool NRW bewerben. Weitere Informationen, Bewerbungsunterlagen und -fristen sind unter www.nrw-flaechenpool.de veröffentlicht.

Kontakt und weitere Informationen

Flächenpool NRW
Schanzenstraße 131
40549 Düsseldorf

Ansprechpartner:

Heinz Weifels, Standort Düsseldorf, Tel. 0211 54 23 8 229
Henk Brockmeyer, Standort Essen, Tel. 0201 74 76 6 18

Email: info@nrw-flaechenpool.de

Internet: www.nrw-flaechenpool.de

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