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09.06.2008 | : Minister Wittke stellt das Alleen-Radwegeprogramm vor: 364 Kilometer neue Radwege auf stillgelegten Bahntrassen

Düsseldorf. Radfahrer können in Nordrhein-Westfalen zukünftig auch auf  stillgelegten Bahntrassen mit einer Länge von 364 Kilometern durchs Land fahren. Gemeinsam mit Reiner Latsch, dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG, stellte Verkehrsminister Oliver Wittke am Montag (9.6.) in Düsseldorf das neue  Alleen-Radwegeprogramm vor.

„Radwege auf stillgelegten Bahntrassen ergänzen das vorhandene Radroutennetz sehr gut: einerseits sind die Steigungen sehr radfahrerfreundlich, andererseits sind die Trassen oft von Bäumen gesäumt, so dass sie auch landschaftlich sehr reizvoll sind,“ sagte Wittke. „Darüber hinaus sind sie häufig die einzige Möglichkeit, Radwege neben stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen zu bauen.“

In diesem Jahr werden rund 56 Kilometer stillgelegte Bahntrassen mit einem Kostenvolumen von 12,7 Millionen Euro zu Radwegen umgebaut. Insgesamt 13 Projekte sollen in 2008 starten. Bis 2011 werden weitere 59 Projekte mit 307 Kilometern Länge und geschätzten Kosten in Höhe von 58 Millionen Euro in Angriff genommen.

Das Handlungsprogramm wurde von der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW (BEG), der seit 2002 erfolgreich tätigen gemeinsamen Tochter von Bahn und Land, entwickelt und vorbereitet. Sie hat mit allen beteiligten Kommunen Gespräche geführt und Planungen und Gutachten finanziert.

Die Alleenradwege ergänzen die weiteren Aktivitäten der Landesregierung in Sachen Radverkehr. So werden in 2008 insgesamt über 60 Millionen für den Radverkehr von Nordrhein-Westfalen aufgewandt. Hiervon entfällt der Hauptanteil mit 57 Millionen auf den Radwegebau. 1 Million Euro sind für das Modellvorhaben kostengünstiger Radwegebau, 1,1 Millionen Euro für Fahrradstationen und 600.000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte sind vorgesehen.

Fotos und weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie unter www.beg.nrw.de.


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