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16.10.2017 | Ministerium, Verkehr, Presse, Service: Modernisierung des Bahnhofs Rheda-Wiedenbrück nach drei Jahren abgeschlossen. Land Nordrhein-Westfalen investiert zwei Millionen Euro

Der Bahnhof Rheda-Wiedenbrück hat heute seine offizielle Inbetriebnahme gefeiert. Damit sind rund drei Jahre Arbeit unter dem „rollendem Rad“ abgeschlossen: Mit dem Ende der Bauarbeiten ist die Station auf dem neuesten Stand und macht einen weiteren Schritt zur optimalen Mobilitätsdrehscheibe.

Seit Oktober 2014 hat die Deutsche Bahn (DB) den Bahnhof Rheda-Wiedenbrück modernisiert. Alle Bahnsteige sind zugunsten der Barrierefreiheit auf eine Höhe von 76 Zentimeter erhöht worden. Der Bahnsteig an Gleis 1 ist auf einer Länge von 170 Metern erneuert worden, die übrigen Bahnsteige (Gleise 3, 7, 8, 9, 10) auf einer Länge von jeweils 220 Metern. Die Personenunterführung ist umfassend modernisiert worden, drei neue Aufzüge erleichtern den Zugang zu den Bahnsteigen. Die Bahnsteigdächer sind ebenfalls modernisiert worden, Restarbeiten werden mit der nächsten möglichen Sperrpause umgesetzt. Auf den Bahnsteigen stehen vier neue Wetterschutzhäuser, eine neue Beleuchtung ist hier ebenfalls installiert worden. Die Gesamtkosten betragen etwa sieben Millionen Euro, wovon der Bund ca. vier Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen etwa zwei Millionen Euro und die DB rund eine Million Euro übernehmen.

Verkehrsminister Hendrik Wüst sagte anlässlich der Inbetriebnahme: „Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland ist auf einen attraktiven Regionalverkehr angewiesen, um mehr Menschen von der Straße auf die Schiene zu bringen. Und dazu gehören eben auch ansprechende barrierefreie Bahnhöfe, zu denen man gerne geht, an denen man gerne ankommt und an denen man sich gerne aufhält. Mit der Vollendung dieser Maßnahme ist der Bahnhof gleichzeitig für den Vorlaufbetrieb des RRX tauglich gemacht worden.“

„Mit dem Umbau erfüllt der Bahnhof Rheda-Wiedenbrück die Voraussetzungen für den Halt des künftigen Rhein-Ruhr-Express (RRX) und hat damit Anschluss an die Zukunft des NRW-Regionalverkehrs“, sagte Dr. Ulrich Conradi, Verbandsvorsteher des Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).

„Mit der Modernisierung des Bahnhofs Rheda-Wiedenbrück haben wir eine wichtige Station in der Region fit für die Zukunft gemacht“, so Martin Nowosad, Bahnhofsmanager für den Bereich Ostwestfalen-Lippe. „Bei der Planung haben wir viele Wünsche und Interessen, unter anderem von Reisenden, mit einbezogen.“

Die Modernisierung fand unter dem „rollenden Rad“ statt, das heißt, bei laufendem Bahnbetrieb. Reisende mussten daher nur geringfügige Einschränkungen in Kauf nehmen.

 

#1von150: Moderne Bahnhöfe für NRW

Im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) wurden seit 2008 an 117 kleineren und mittleren Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen Baumaßnahmen vereinbart. Im Rahmen der RRX Außenäste wurde der Ausbau an 53 Stationen festgehalten, weitere 35 Stationen im Bereich Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sowie voraussichtlich weitere 15 Bahnhöfe im Nahverkehr Rheinland (NVR) werden im Zuge einer dritten Modernisierungsoffensive (MOF 3) erneuert. Bereits heute sind rund 490 der 691 Stationen im Land stufenfrei.

Der Blick geht aber auch in die Zukunft: Bis 2023 werden mit einem Investitionsvolumen von mehr als eine Milliarde Euro umfangreiche Modernisierungen an mehr als 150 Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Für die rund drei Millionen Reisenden pro Tag sollen 80 Prozent der Bahnhöfe in NRW bis Ende 2019 stufenfrei ausgebaut werden. Hinzu kommen weitere Maßnahmen an den Stationen wie der Bau und die Installation neuer Aufzüge und Rampenanlagen. Auch die Beschallung und die Beleuchtung werden neu installiert, Bahnsteigdächer sowie Personenunterführungen neu gebaut oder umfangreich modernisiert. Gleichzeitig werden das Wegeleitsystem und das taktile Blindenleitsystem auf den Bahnsteigen erneuert oder wiederhergestellt. Mit der landesweiten Kampagne „1von150: Moderne Bahnhöfe für NRW“ informieren die Partner des ÖPNV im Lande die Öffentlichkeit über dieses anspruchsvolle und ehrgeizige Modernisierungsprogramm. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.1von150.de.

 

Pressekontakt: maik.grimmeck@vm.nrw.de, Tel. 0211/3843-1019

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.land.nrw

 


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