Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

 


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Entlastung auf der Autobahn – Wie die Freigabe von Seitenstreifen funktioniert

 iStock Überschrift

 

Mehr Platz auf der Straße

 

Am Montag hat Verkehrsminister Hendrik Wüst gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium und Straßen.NRW eine Anlage zur temporären Seitenstreifenfreigabe auf der A3 zwischen Hilden und Mettmann in Betrieb genommen. Die Freigabe von Seitenstreifen kann auf überlasteten Autobahnen kurzfristig für besseren Verkehrsfluss und weniger Staus sorgen. Das Prinzip ist einfach: Die Freigabe bringt mehr Platz auf der Autobahn. Das Befahren der eigentlich für Nothalte z. B. von Pannenfahrzeugen gedachten Streifen wird für eine begrenzte Zeit erlaubt.

 Verkehrszentrale 1

 

Analyse und Entscheidung

 

Die Freigabe zur Nutzung der Seitenstreifen erfolgt aus der Straßen.NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen. Vor den Kontrollmonitoren sitzen Operatoren, die den Verkehr auf dem jeweiligen Autobahnabschnitt immer im Blick haben. Spitzenbelastungen treten zum Beispiel im Berufsverkehr, bei Großveranstaltungen oder Messen auf.

 Verkehrszentrale 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Entscheidung, ob ein Seitenstreifen freigegeben wird oder nicht, hilft eine automatisierte Steuerungslogik. Dabei werden Faktoren, wie zum Beispiel die Verkehrsdichte, berücksichtigt. Das System zeigt jedoch nur an, ob eine Notwendigkeit für die Freigabe des Seitenstreifens besteht. Die letzte Entscheidung liegt immer bei den Operatoren in der Verkehrszentrale. Sie sind es, die die Freigabe des Seitenstreifens letztlich manuell auslösen.

 

Kamera 1

 Videobeobachtung - Die Lage immer im Blick

 

Für ein lückenloses Lagebild sorgen Kameras, die in regelmäßigen Abständen am gesamten Streckenabschnitt postiert sind.  Wenn im fließenden Verkehr je nach Fahrzeugaufkommen ein Standstreifen freigegeben werden soll, dürfen dort keine Pannenfahrzeuge stehen und keine Gegenstände liegen.

 Nothaltebucht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schild aufstellen, Knopfdruck, freigeben?

 

So einfach geht eine Seitenstreifenfreigabe leider nicht. Vorher sind vorbereitende Maßnahmen notwendig. Auch wenn der Seitenstreifen befahrbar ist – Autopannen wird es trotzdem geben. Deshalb werden Strecken mit Seitenstreifenfreigabe zusätzlich in regelmäßigen Abständen mit Nothaltebuchten ausgestattet. Weil Standstreifen meist nicht breit genug sind, müssen sie außerdem auf die übliche Fahrstreifenbreite von 3,50 m erweitert werden. Und: Seitenstreifen müssen teilweise verstärkt werden, denn bei Freigabe fahren dort vor allem schwere Lastwagen.

 

Tempolimit 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit die Freigabe oder die Sperrung des Seitenstreifens für alle Verkehrsteilnehmer immer klar erkennbar ist, werden entsprechende Verkehrszeichen installiert.

 bearbeitetSchildbrücke Tempolimit

Die Steuerung der Verkehrszeichen erfolgt in der Verkehrszentrale. Bei Gefahrsituationen wird von dort auch die Anzeige  von Tempolimits und Überholverboten geregelt.

Fachkonferenz „Zukunft denken – Vernetzung in der Mobilität“: Minister Wüst diskutiert mit Experten und Nutzern

Neu-Zukunft 1Mehr als 170 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, aber auch Nutzer verschiedener Mobilitätsangebote, diskutieren bei der Fachkonferenz „Zukunft denken – Vernetzung in der Mobilität“, zu der Verkehrsminister Hendrik Wüst nach Essen eingeladen hatte. Zu Beginn kam Minister Hendrik Wüst direkt zum Thema: Die Probleme der Mobilitätspolitik seien offensichtlich – so der Verkehrsminister, die  Infrastruktur sei längst an ihrer Belastungsgrenze. Um sie zeitgemäß und leistungsfähig auszubauen, investiere das Land in den kommenden Jahren Rekordsummen. Doch für eine zukunftsfähige Mobilität müssen die Chancen der Digitalisierung und Vernetzung genutzt werden: „Wir machen NRW zu einem Ort, an dem neue Technologien, Dienste und Anwendungen erforscht, entwickelt, getestet, produziert und frühzeitig angewendet werden“, sagte Minister Hendrik Wüst bei der Eröffnung. „Kluge Köpfe helfen uns dabei. So kommen wir in NRW besser und schneller voran“. Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutieren die Fachleute intensiv in zwei Themenforen zum Personen- und Güterverkehr. Zum Beispiel: Welche Ideen sind realistisch  – und was muss getan werden, damit aus Innovationen konkrete Angebote werden?                                                                                            Foto: S. Bierwald

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